pte20000322032 in Forschung
Raumfahrtriese Astrium von EU-Kommission genehmigt
Auflagen zur Verhinderung einer marktbeherschenden Stellung
Brüssel (pte032/22.03.2000/13:15)
Die EU-Kommission hat die Fusion zwischen dem vor der Gründung stehenden Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defense and Space Company (EADS) und der British Aerospace http://www.bae.co.uk genehmigt. Das wurde nach viermonatiger Prüfung in Brüssel entschieden. Durch diese Fusion entsteht Europas größtes Raumfahrtunternehmen "Astrium".Die Billigung von Astrium ebnet den Weg für den geplanten Zusammenschluss von der französischen Aerospatiale Matra http://www.aerospatiale.fr , der spanischen CASA, der britischen Marconi Electronic Systems http://www.marconi.co.uk und der deutschen Dasa http://www.dasa.de zur EADS. Eine wettbewerbliche Prüfung der EADS endet am 28.März. Dabei werden keine Probleme erwartet. Die an der Fusion beteiligten Unternehmen müssen Auflagen bei Satellitenteilen und militärischen Kommunikationssatelliten erfüllen, um nicht marktbeherrschend zu werden.
Zum Astrium-Programm gehören die "Ariane" als erfolgreichste kommerzielle Trägerrakete der Welt, das Satellitengeschäft und der europäische Beitrag "Columbus" zur internationalen Raumstation. Astrium verpflichtete sich, das von Matra Marconi kommende Geschäft für Teile (so genannte Räder) zu verkaufen, die zum Stabilisieren von Satelliten dienen. Um beim Zuliefern für militärische Kommunikationssatelliten in Frankreich nicht zu mächtig zu werden, muss Astrium mit einer Lizenz diese Sparte für den Wettbewerb öffnen. Astrium wird nach Angaben der Kommission in Europa mit Abstand führend sein als Systemlieferant für Beobachtungs- und Wissenschaftssatelliten sowie für so genannte Weltrauminfrastrukturen. Der Jahresumsatz von Astrium liegt nach früheren Unternehmensangaben bei rund 2,25 Mrd. Euro. Beschäftigt werden rund 8.000 Mitarbeiter. Astrium wird sowohl auf dem militärischen als auch auf dem zivilen Markt tätig sein.
Nach Angaben der Dasa forderte die Kommission zusätzliche Informationen zu EADS an. Die EADS-Anteilseigner hätten die gewünschten Auskünfte gegeben. Die Kommission könne die Prüfung nun ohne große Verzögerung fortsetzen. "Aus diesem Grund bleiben wir bei unserem Zeitplan, den Zusammenschluss in diesem Sommer zu vollziehen", betonten Philippe Camus und Dasa-Chef Rainer Hertrich, die beiden designierten operativen Vorstandschefs (Chief Executive Officers) der EADS. (zdf.msnbc) (Ende)
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