pte20000726004 in Leben
Rastlose Beine rauben jedem Zehnten den Schlaf
Beschwerden sind für Patienten schwer zu beschreiben
Kentucky (pte004/26.07.2000/09:00)
Das "Restless Legs Syndrome" (RLS) dürfte weiter verbreitet sein als Mediziner vermuten. Dies hat eine Studie ergeben, die im Auftrag des College of Medicine der Universität Kentucky http://www.comed.uky.edu/Medicine/ durchgeführt und ausgewertet wurde. Von insgesamt 1.803 telefonisch Befragten gab jeder zehnte Erwachsene an, schon einmal von den typischen Symptomen des RLS geplagt worden zu sein.Das Syndrom http://www.rls.org/ , besser bekannt unter dem Schlagwort der "rast- oder ruhelosen Beine", verursacht Kribbeln, Jucken oder sogar stechenden Schmerz, der sich vom Oberschenkel über die Waden bis zu den Füssen ziehen kann. Besonders Diabetiker, ältere Menschen und Leute, die wenig Sport machen, machen diese Missempfindungen zu schaffen.
Über die Qualen, mit denen das "Restless Legs Syndrome" verbunden ist, wird selten gesprochen. Zum einen nehmen viele Patienten an, dass dagegen nichts unternommen werden kann; zum anderen fällt das Beschreiben der Beschwerden vielen Betroffenen schwer: Auf der Homepage einer südkalifornischen RLS-Gesellschaft http://home.earthlink.net/~somno/rlshomepage.htm finden sich dafür etwa 80 verschiedene Bezeichnungen, darunter zum Beispiel "That Icky Twitchy Leg Thing" (dieses kneifende Ding in den Beinen) oder "Having butterflies in my legs" (Schmetterlinge in den Beinen haben). Während die einen von regelrechten Schmerzen sprechen, beschreiben andere unerträgliches Kribbeln. Viele Patienten empfinden ein Ziehen, Reißen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Beinen.
Die beschriebenen Beschwerden treten meist nur dann auf, wenn der Patient sich in einem Ruhezustand befindet. Theaterbesuche, lange Autofahrten oder Flugreisen, wo sich längeres Sitzen nicht vermeiden läßt, werden für ihn zur unerträglichen Qual, denn die auftretenden Schmerzen lassen sich meist nur durch Bewegung mildern.
Besonders in der Nacht machen RLS-Patienten die Symptome zu schaffen. Sie werden von (Ein-) Schlafstörungen geplagt, die durch so genannte "Periodic Leg Movements" verursacht werden. Noch während des Schlafens macht der Betroffene ständig unbewusste Beinbewegungen, mit denen er sich und gelegentlich auch den Partner immer wieder aus den Träumen reißt. Die Schmerzen lassen ihn nicht zur Ruhe kommen und zwingen ihn auch in der Nacht zum Aufstehen und wiederholten "Herumwandern".
Obwohl sowohl heiße Wickel als auch der Verzicht auf Alkohol und Koffein die Schmerzen lindern können, verschreiben viele Ärzte zeitweise Medikamente, damit der Betroffene nicht an Schlaflosigkeit leidet. (bbcnews) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | vl |
| Tel.: | 01/811 40-0 |
| E-Mail: | redaktion@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
