pte20000628015 in Leben
Raschere Rettung bei Kohlenmonoxidvergiftung
Körper mit neuer Methode schneller entgiften
Toronto/Kanada (pte015/28.06.2000/11:30)
Aus Kanada kommt eine einfache Methode, die zahlreichen Opfern einer Kohlenmonoxidvergiftung Leben und Gesundheit retten kann. Geringfügige Veränderungen an der Ausrüstung von Rettungssanitätern ermöglichen, dass das Kohlenmonoxid im Körper bis zu dreimal schneller den Organismus verlässt als bei der heutigen Standardmethode."Kohlenmonoxid ist die Hauptursache tödlicher Vergiftungen in der industrialisierten Welt, und ist auch in vielen Teilen der sich entwickelnden Welt verbreitet", erklärt Joseph Fisher, Anästhesist am Toronto General Hospital und Assistenzprofessor an der University of Toronto. http://www.utoronto.ca/ "Bis zu 30 Prozent der Überlebenden einer schweren Vergiftung verbleiben mit hinderlichen psychologischen und neurologischen Symptomen, manchmal über Jahre". http://www.sciencedaily.com/releases/2000/06/000615163326.htm
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farbloses, geruchloses Gas, das im Verbrennungsprozess entsteht. Eingeatmet, bindet es sich an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und behindert so den Transport von Sauerstoff im Körper. Anfangs treten kaum Symptome auf, möglicherweise Kopfschmerz, Übelkeit oder Müdigkeit. Schnell kann das Einatmen des Gases aber zum Koma und sogar zum Tod führen. Deshalb muss es so schnell als möglich wieder aus dem Körper entfernt werden.
Heute gibt man den Patienten reinen Sauerstoff zu atmen, um die gebundenen CO-Moleküle zu ersetzen. Fischers neue Methode hingegen kombiniert den Sauerstoff mit etwas Kohlendioxid (CO2). In verschiedenen Kontrollversuchen erzielte dies eine bis zu dreimal
schnellere "Reinigung" des Körpers vom Kohlenmonoxid, so der Bericht im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine. Leichte und preiswerte Veränderungen an Sauerstoffmaske und Sauerstoffflasche, wie sie bei jedem Rettungsteam zu finden sind, reichen aus, so Fischer. Informationen: Alex Radkewycz, Toronto General Hospital, http://www.uhealthnet.on.ca University Health Network, Tel: (416) 340-3895 (wsa/ScienceDaily) (Ende)
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