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pte20000308018 in Leben

Raps mutiert zu Plastik

Substanz vollständig biologisch abbaubar


Gülzow (pte018/08.03.2000/11:15)

"Polyhydroxyfettsäure (PHF) statt Poly-propylen" lautet das Ziel - die Gentechnik soll die Methoden liefern. Bisher von Bakterien aus Zucker oder Stärke hergestellt, ist Bioplastik in Form von PHF zwar schon längst auf dem Markt. Es kann petrochemischen Kunststoffen aufgrund seines hohen Preises jedoch noch keine Konkurrenz machen. http://www.fnr.de/de/index.htm In einem Verbundvorhaben will die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe http://www.fnr.de in Gülzow daran etwas ändern. Nun soll schon den Pflanzen beigebracht werden, PHF in ihren Zellen aufzubauen.

Die beteiligen Institute der Universitäten Kiel, München und Münster, das Max-Planck-Institut in Golm und die Planta GmbH Einbeck arbeiteten bereits in der ersten Phase des Vorhabens zusammen. Mehrere erfolgversprechende gentechnische Werkzeuge und Verfahren konnten entwickelt werden und es gelang, in der Modellpflanze Arabidopsis hohe Gehalte an PHF zu erzeugen.

Das Wildkraut baute das Bioplastik zwar in überzeugender Menge auf, litt dabei jedoch unter Wachstumsstörungen. Nicht nur dieses Problem gilt es im Rahmen der jetzt anlaufenden zweiten Phase des Vorhabens "Produktion von Polyhydroxyfettsäure in Nutzpflanzen" zu lösen, erstmals wollen die Wissenschaftler die erprobten Verfahren auch auf wirtschaftlich bedeutende Pflanzen übertragen. Raps, Zuckerrübe und Kartoffel - drei in unseren Breiten etablierte Kulturpflanzen - bieten nach Ansicht der Forscher gute Ansatzpunkte für eine gentechnische Bearbeitung. Sollte es gelingen, ihnen den Aufbau von PHF einzugeben, kann eine zukünftige landwirtschaftliche Produktion dieses Stoffs ins Auge gefasst werden. Da die Aussichten dafür gut stehen, geht das Verbundvorhaben inhaltlich noch einen Schritt weiter.

Wer den neuen Rohstoff nutzen will, muss ihn der Pflanze erst entnehmen. Ein Verbundpartner aus der Industrie, die Südzucker AG, arbeitet bereits an den dafür geeigneten Methoden. Obwohl auch nach dem Abschluss dieses Verbundvorhabens noch einige Jahre vergehen werden, bis PHF als preiswerter Massenkunststoff den Markt erobern kann, lohnen sich die intensiven Bemühungen.Vollständig biologisch abbaubar, könnte PHF angesichts der wachsenden Müllproblematik vor allem für Verpackungen ein zukunftsweisender Rohstoff sein. Informationen: Dr.-Ing. Andreas Schütte, E-Mail: info@fnr.de, (idw) (Ende)
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