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pte20000520004 in Leben

Psychotherapie mit Medikation hilft chronisch Depressiven

Keine Nebenwirkungen wie bei Antidepressiva


Providence/Rhode Island (pte004/20.05.2000/11:00)

Auf die Frage, welche Therapie für chronisch Depressive die bessere sei - Medikamente oder Psychotherapie - gibt jetzt eine großangelegte Studie die Antwort: beides. Unter der Leitung von Martin B. Keller vom Institut für Psychiatrie an der Brown University School of Medicine in Providence http://www.brown.edu/ wurden 681 depressive Patienten drei Monate lang beobachtet. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen unterteilt: Solche, die mit dem Medikament Serzon behandelt wurden, solche, die 16-20 Stunden Psychotherapie (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) bekamen, und eine dritte Gruppe, die mit einer Kombination aus beidem behandelt wurde. http://www.brown.edu/Administration/News_Bureau/1999-00/99-120.html

Die Gruppen, bei denen jeweils nur eine Therapie angewandt worden war, zeigten zu 55 Prozent (Serzon-Gruppe) und zu 52 Prozent (Psychotherapie-Gruppe) eine deutliche Besserung ihres Befindens. Bei der Gruppe, die die kombinierte Therapie bekommen hatte, erlebten 85 Prozent eine deutliche Besserung.

In der Studie, die im "New England Journal of Medicine" erschienen ist, wurde auch das Medikament Serzon positiv hervorgehoben. Anders als bei anderen Antidepressiva waren hier keine Nebenwirkungen wie sexuelle Funktionsstörungen oder Gewichtszunahme zu beobachten. "Dies ist das erste Mal, dass eine Kombinationstherapie eine soviel bessere Wirkung zeigt als Medikation oder Psychotherapie allein", erläutert Keller das Ergebnis. "Für einige Patienten, die sich dieser Kombinationstherapie unterzogen, war es das erste Mal seit 20 Jahren, dass sie Freude empfinden konnten und in Familie und Beruf ihre Rolle ausfüllen konnten." Die von Keller durchgeführte Studie ist auch die größte, die bisher in dieser Form durchgeführt worden ist. (wsa/Brown University School) (Ende)
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