Psyche: Verlust eines Elternteils dramatisch
21,4 Prozent der betroffenen Kinder sind laut australischer Studie psychisch krank
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Verlust von Mutter oder Vater: Kinder werden damit oft allein gelassen (Foto: Alexa, pixabay.com)
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Perth (pte006/21.08.2026/10:45)
Kinder, die einen Elternteil verlieren, erkranken doppelt so wahrscheinlich an einer psychische Störung. Zu diesem Ergebnis ist eine großangelegte, landesweite Studie der Curtin University in Australien gekommen. 21,4 Prozent der Kinder mit nur einem Elternteil litten demnach unter einer diagnostizierbaren psychischen Erkrankung. Dazu gehörten Angststörungen, Depressionen oder ADHS. Bei Kindern mit beiden Elterteilen war dieser Anteil mit 10,8 Prozent deutlich niedriger. Als Verlust eines Elternteils wurden der Tod, eine Trennung oder die Inhaftierung festgelegt.
Verluste weit verbreitet
Das Forscherteam Curtin University wertete die Daten einer landesweiten Umfrage mit mehr als 6.300 Haushalten mit Kindern zwischen vier und 17 Jahren aus. Im Alter von 17 Jahren waren 31,8 Prozent der Kinder von einer Trennung der Eltern betroffen. Bei 2,5 Prozent war ein biologischer Elternteil verstorben. Bei 0,3 Prozent waren Mutter oder Vater im Gefängnis. 37,8 Prozent der Kinder lebten nicht mit ihren beiden biologischen Eltern.
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