pte20000818020 in Forschung
P.S.K. und IBM stellen System für Belegzahlungsverkehr vor
ZEUS soll auch anderen Banken zur Verfügung stehen
Wien (pte020/18.08.2000/12:51)
Die künftig zur BAWAG gehörende Österreichische Postsparkasse (P.S.K.) http://www.psk.at und IBM Österreich http://www.ibm.at haben sich zusammen getan, um künftig die Abwicklung des beleghaften Zahlungsverkehrs gemeinsam abzuwickeln. Mit dem von IBM entwickelten Zahlungs-Verkehrs-Universal-System (ZEUS) soll ab 2001 jeder Beleg - egal ob elektronisch oder in Papierform - in Volldatenerfassung aufgenommen und gespeichert werden. Die dadurch erzielte Beschleunigung der Prozesse soll die Kosten deutlich senken."Die P.S.K. ist derzeit schon eine wahre Belegfabrik, an Spitzentagen müssen unsere Mitarbeiter 1,2 Mio. Belege verarbeiten", erläuterte Karl Stoss, stellvertretender P.S.K.-Generaldirektor, die Notwendigkeit von ZEUS. Mit 100 Mio. Belegen jährlich wickelt die PSK rund ein Drittel des beleghaften Zahlungsverkehrs in Österreich ab. "Wir sind damit Marktführer und wollen diese Position noch weiter ausbauen", will sich Stoss auf den Kernbereich Zahlungsverkehr konzentrieren.
Die ZEUS-Lösung soll daher auch anderen Banken aus dem In- und Ausland - als Outsourcing-Angebot - zur Verfügung gestellt werden. "Der Österreichische Markt ist sehr klein, wie auch mit der Plattform bezahlen.at suchen wir zunächst den Kontakt ins benachbarte Ausland", so Stoss. Durch ZEUS sollen auch länderübergreifende Transaktionen erleichtert werden, da das System an jedes bestehende angedockt werden könne.
IBM soll neben der Technologie auch für das Marketing des Systems sorgen. IBM-Generaldirektor Günter Pridt: "Die Zeiten des Hardwareverkaufs allein sind vorbei, wir wollen verstärkt als Dienstleistungsanbieter auftreten." Technologisch ist ZEUS so konzipiert, dass Beleg-Informationen über unterschiedliche Medien in das System integriert bzw. durch diverse Schnittstellen wieder ausgegeben werden können. Bis zu je 90.000 physische Belege können von den Beleglesern (IBM 3890-XP1) stündlich erfasst werden. Sie nehmen Kodier-Zeile sowie ein Bild (Image) des Beleges auf, sogar handschriftliche Einträge können gelesen und weiter verarbeitet werden.
Die Belegdaten werden zunächst auf einem Online-Medium (Platte) gespeichert und nach drei Monaten auf Bandroboter ausgelagert. Laut IBM wird der Zugriff auf diese älteren Dokumente dann bei rund 30 Sekunden liegen. Aus Sicherheitsgründen sind die beiden IBM Großrechner (IBM S/390) sowie die beiden Hochleistungs-Speichereinheiten (IBM enterprise Storage Server "Shark"), die hinter dem System stehen, an unterschiedlichen Standorten untergebracht. Insgesamt kostete das Projekt ZEUS der P.S.K. 100 Mio. Schilling an Investitionen, der Vollbetrieb wird für Mitte nächsten Jahres erwartet. (as) (Ende)
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