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pte20000517023 in Leben

Projekt "Forum Gesundheit Interdisziplinär" gestartet

Grundlagenforscher empfiehlt der Medizin neuen wissenschaftlichen Ansatz


Wien (pte023/17.05.2000/15:01)

Die Forschung soll sich mit der Lehre verbinden, dafür müsse jedoch das Verständnis der Wissenschaft verändert werden. Dies habe auch weitreichende Konsequenzen für die Medizin von heute, sagte der Projektleiter Friedrich Wallner vom Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Wien anlässlich der Vorstellung des Projektes "Forum Gesundheit Interdisziplinär".

Die neue Forschungslehre beinhalte Themen der Ethik, der Anwendung chinesischer und westlicher Medizin, Diätik und Gesundheitspädagogik. Die neue Systematik könne nur dann zum Erfolg führen, wenn verschiedene Medizinsysteme angewendet werden, erklärte Wallner.

Die österreichische Philosophie sei noch immer in der Wiener Schule verhaftet, deren Programm nicht erfüllbar sei. Die geglaubte Weltanschauung dieses Kreises stimme nicht mehr, weil andere Kulturen und deren Wissen nun einfließe. "Das Faktenwissen steigt, aber das Wissen über die Wissenschaft ist verloren gegangen. Die Wissenschaft schafft keine Aussagen über Erkenntnis, ihr Erkenntnisgewinn ist niedrig", so Wallner. Daher wäre der Konstruktivismus der Nährboden der Wissenschaft, die Ausdruck historischer und sozialer Konstellation sei. Den Wahrheitsanspruch der Wiener Schule gebe es dann nicht mehr.

Der Konstruktivismus folge dem Begriff des Objekts und der Welt: "Zentral dabei ist, dass die Wissenschaft damit ihren Anspruch auf Ausschließlichkeit und absolute Wahrheit verliert", so Wallner. "Daher sind alternative Wissenschaften erwünscht, da sie ein mehr an Erkenntnis schaffen", so der Philosoph. Eine Vereinheitlichung sei kontraproduktiv. Der wissenschaftliche Ansatz jeder Theorie müsse erst interpretiert werden, da der Anspruch der Wahrheit nur noch lokale Bedeutung habe. Das beinhalte aber zunächst eine Akzeptanz anderer Theorien.

Andreas Bayer, Leiter der TCM-Akademie http://www.tcm-academy.org und Mitarbeiter am Projekt sagt zu pressetext.austria: "Wallner sagt damit nichts anderes, als dass die Wissenschaft von ihrem dogmatischen Ross der absoluten Wahrheit steigen muss." Vielmehr gelte für den jeweiligen Teilbereich der Wissenschaft, dass nur eine Wahrheit realisiert werde, die für das jeweilige gemessene Modell gelte. Dies sei aber weit davon entfernt, als einzige Wahrheit zu gelten. "Ärzte sind so nicht Götter in Weiß, sie haben somit nicht den Anspruch auf die einzig geltende Wahrheit", so Bayer.

Weiters arbeiten am Wallner-Projekt noch Martin Salzer, Facharzt für Orthopädie, Karl Klement, von der Pädag des Bundes in NÖ, Li Jing Zhu, Qi-Gong Trainerin und Josef Decsy von der österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie. (ww) (Ende)
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