pte20000821025 in Leben
Polyanilin verhindert Korrosion
"Ormecon" verzehnfacht Lebensdauer von Autos
Washington (pte025/21.08.2000/13:00)
Auf dem 220. Treffen der American Chemical Society http://www.acs.org hat die deutsche Ormecon Chemie http://www.zipperling.de/index.html mit Ormecon eine plastische Beschichtung vorgestellt, die Rost und Korrosion ein Ende machen soll. Autos, Brücken und Booten soll mit Ormecon eine zehnmal längere Lebendauer ermöglicht werden. http://www.acs.org/daily/sunday/rust.htmlHinter Ormecon steht Polyanilin, ein Polymer, das eine gegen Umwelteinflüsse fast undurchlässige Schutzschicht ermöglicht. Polyanilin schafft anders als Zink keine technische Barriere. Es funktioniert wie ein Katalysator, der in den Korrosionsprozess eingreift. Ormecon-Chef Bernhard Wesseling erklärt, dass Polyanilin ein organisches Metall entstehen lässt, das fast unbegrenzt haltbar ist.
Dieses Polymer nimmt Elektronen vom Metall an und gibt sie an den Sauerstoff ab. Diese zweistufige Reaktion formt eine reine Eisenoxidschicht, die eine Korrosion verhindert. Im Labor war Polyanilin 10.000 fach wirksamer als Zink, so Wesseling. Im Feldversuch war es immer noch drei- bis zehnmal effektiver.
Ilka Winterstein, Assistentin der Geschäftsführung bei Ormecon, erklärte gegenüber pressetext.austria, dass ein großer Vorteil des Polymers darin liege, dass es nicht emittiere, nicht wasserlöslich sei und keine unbekannten Verbindungen eingehe. Derzeit gebe es als Alternative zu den verzinkten Autos noch keine mit Ormecon behandelten, da an den Anwendungsmöglichkeiten für lackierte Teile derzeit noch geforscht werde.
Rost und Korrosion finden dann statt, wenn sich Metall-Atome mit Sauerstoff verbinden und so Oxide schaffen, die die Struktur schwächen. Dieser Vorgang kann durch das Auftragen einer Zink-Schicht verzögert werden. Ein dauerhafter Schutz ist durch den Einsatz von Zink jedoch nicht gegeben. Zusätzlich hat das Schwermetall Zink negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. (Ende)
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