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pte20000329015 in Leben

Pillenschlucken soll leichter werden

Beigabe von Geschmacksstoffen kann entscheidend sein


Durham (pte015/29.03.2000/11:45)

Der Wissenschaftlerin Susan Schiffman vom Duke University Medical Center http://www.mc.duke.edu ist es gelungen, einigen Medikamenten ihren schlechten Geschmack durch die Beigabe von Süßstoffen, Salz oder Polydextrose zu nehmen. So könnte das alte Sprichwort wahr werden, dass ein Löffel Zucker sogar die bitterste Medizin schlucken hilft. Entscheidend werden können diese neuen Zusätze vor allem bei Medikamenten gegen Herzkrankheiten und Aids, die durch ihren faulen Geschmack und ihre Geschmacksbeeinträchtigung besonders unangenehm sind. Zahlreiche Patienten wurden in der Vergangenheit durch diese Nebeneffekte so sehr irritiert, dass sie ihre oft lebenswichtigen Medikamente absetzten. 1998 hatte eine Studie erhoben, dass 18 Prozent von 248 Aids-Patienten ihre Medikamente aus diesen Gründen abgesetzt hatten.

Die Zugabe von Pulvern mit beispielsweise Käsegeschmack zum Essen könnte Patienten zusätzlich dazu verhelfen, dass sie ihr Essen wieder mit mehr Freude essen. Die Psychologin betont, dass Irritationen des Geschmack- und Geruchssinns besonders bei Patienten deren Zustand von ihrer richtigen Ernährung abhängt, weit mehr als nur störend sind. "Patienten mit diesen sensorischen Störungen können an Unterernährung, Vergiftungen und chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes leiden." Für die aktuelle Untersuchung wurden 63 verschiedene Medikamente durch Aufbringen auf die Zunge getestet. (bbcnews) (Ende)
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