pte20000914047 in Forschung
Physikern gelingt Durchbruch bei Hochtemperatur-Supraleitern
Stromtragfähigkeit entscheidend verbessert
Augsburg (pte047/14.09.2000/15:37)
Einem Team von Wissenschaftlern der Universität Augsburg http://www.physik.uni-augsburg.de/exp6/ ist es laut dem Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com gelungen, einen kostengünstigen Hochtemperatur-Supraleiter herzustellen, der signifikant höhere Stromdichten zulässt als bisherige Modelle.Ein Supraleiter ist ein elektrischer Leiter, der keine Leitungsverluste (in Form von Wärme) erleidet. Die meisten Materialien besitzen Supraleitfähigkeit nur am absoluten Nullpunkt von minus 273,16 Grad Celsius, was sich für praktische Anwendungen als ungeeignet erwies. Die Bemühung der Forschung gingen nun dahin, Hochtemperatur-Supraleiter für die Leitung bei -196 Grad zu entwickeln. Bei dieser Temperatur verflüssigt sich Stickstoff und kann zur Kühlung verwendet werden.
Bisherige Versuche in dieser Richtung waren an der geringen Stromdichte gescheitert, die die betreffenden Leiter zuließen, ohne ihre Supraleitfähigkeit zu verlieren. Einem deutsch-holländischen Forscherteam ist es nun nach eigenen Angaben gelungen, einen deutlich höheren Stromdurchsatz zu erzielen, was Hochtemperatur-Supraleiter der Anwendung in der Praxis einen großen Schritt näher bringt. Der Ansatz von German Hammerl und Kollegen bestand darin, die keramischen Drähte innerhalb der Leitung gezielt zu dotieren, wie dies auch in der Halbleitertechnik üblich ist.
Details siehe http://www.nature.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/nature/journal/v407/n6801/full/407162a0_fs.html (Ende)
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