pte20000807032 in Leben
Pflanzen aus dem peruanischen Dschungel gegen Tuberkulose
US-Forscher: Bedarf an neuen Medikamenten ist sehr dringend
St. Louis (pte032/07.08.2000/13:34)
Beim Austesten von über 1.000 Pflanzenextrakten aus dem peruanischen Dschungel haben Forscher der Washington University in St. Louis http://www.wustl.edu erstaunliche Ergebnisse bekommen: fast die Hälfte der gefundenen Pflanzen schwächten oder vernichteten das Mycobacterium tuberculosis, den gefürchteten Erreger der Tuberkulose. Das Besondere daran ist, dass die Erkrankung im peruanischen Regenwald kaum vorkommt.Ursprünglich wollten die Forscher neue Wirkstoffe gegen Krebserkrankungen und Diarrhoe finden. Im Rahmen des International Cooperative Biodiversity Program-Peru (ICGB-Peru) lernte das Wissenschaftsteam um Walter H. Lewis, der längere Zeit mit dem Stamm der Aguaruna im oberen Amazonas-Becken zusammengelebt hatte, die Anwendung verschiedener lokaler Heilpflanzen.
Die neuen Erkenntnisse sollen zur gezielten Bekämpfung der Tuberkulose genutzt werden. Die Erkrankung galt lange Zeit als besiegt. Durch die Antibiotika-Resistenz der Erreger und dem weltweiten Zunehmen der Immunschwächekrankheit Aids komme es auch in der ersten Welt zu immer neuen Tuberkulose-Fällen, so Lewis. Viele Aids-Kranke leiden an Tuberkulose. Tuberkulose sei, so der Forscher, die bedrohlichste Erkrankung für Menschen mit geschwächtem und intaktem Immunsystem. "Der Bedarf für neue Medikamente mit neuen Wirkstoffen ist dringendst", so Lewis. Der Wissenschaftler präsentierte seine Ergebnisse auf dem Jahrestreffen der Society for Economic Botany an der University of South Carolina, Columbia, und im Fachmagazin Pharmaceutical Biology http://www.econbot.org/publications.html . (Ende)
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