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pte20000707025 in Forschung

PC-Tastatur für Kinder

Spielerisches Lernen des Alphabets mit Tiersymbolen


Eichstätt (pte025/07.07.2000/15:51)

Der Eichstätter Grundschulpädagoge Rüdiger Schlicht hat eine Computertastatur für Kinder entwickelt. Durch das spielerische Tippen auf den Tasten würden die fünf- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen automatisch Lesen und Schreiben lernen, so Schlicht. Sein Tastenfeld ist etwa doppelt so groß wie bei einer üblichen Computertastatur und steht schräg auf dem Tisch.

Die einzelnen Tasten sind drei mal drei Zentimeter groß. Sie sind berührungsempfindlich, nach dem Alphabet angeordnet und tragen Symbole: Aal steht für A, Zebra für Z. "Drei Kinderfingerchen haben auf einer Taste Platz", so Schlicht. Die Symbole sind auf eine Folie aufgepresst. Schritt für Schritt lernen die Kinder den Umgang mit dem Computer und mit der Schrift, bis sie schließlich nach etwa einem Jahr bei der Tastatur angelangt sind, wie sie Erwachsene benutzen. Auf den nachfolgenden Folien fallen erst die Symbole weg, dann kommen Zahlen hinzu.

Seine Idee hat der 60-jährige am Münchener Patentamt ins Musterregister eintragen lassen. "Etwas Vergleichbares gibt es in ganz Deutschland nicht." Das Computertastenfeld könne man bereits im Kindergarten einsetzen, so Schlicht, der an der Katholischen Universität Eichstätt http://www.ku-eichstaett.de unterrichtet. Der 60-jährige Pädagoge hält nichts davon, Kinder gleich mit einer richtigen Tatatur zu konfrontieren. Die handelsübliche Tastatur enthalte zu viele Details, die für Kinder unwichtig seien. "Sie wurde von Erwachsenen für Erwachsene entwickelt."

Die Idee zur Kindertastatur hat Schlicht aus Kanada. Dort wird der Computer sehr viel mehr im Unterricht eingesetzt als in Deutschland. "Jedes Klassenzimmer hat 20 Steckdosen im Boden, schon Fünfjährige holen sich Bilder aus dem Internet." Der Pädagoge macht sich aber keine Hoffnungen, dass seine Tastatur jemals in Bayern zur Anwendung kommt. Deswegen denkt Rüdiger Schlicht daran, sein System ins Englische zu übersetzen und eventuell in Kanada auf den Markt zu bringen. (kress) (Ende)
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