pte20000308017 in Leben
Patentierte Strumpfhose bekämpft Orangenhaut
Organisches Polymer beseitigt Cellulite an Damenoberschenkeln
London (pte017/08.03.2000/11:00)
Eine US-amerikanische Ladenkette für Dessous-Mode hat, laut einem Bericht des Fachmagazins NewScientist,eine Damenstrumpfhose zum Patent angemeldet, die über Wirkstoffe im Gewebe Cellulite bekämpfen können soll - jene unansehnlichen Fettdepots an Oberschenkel und Hüfte, auch "Orangenhaut" genannt. Sprecher der Firma 'Victoria's Secret' http://www.victoriassecret.com/index.html aus Ohio haben allerdings bisher nicht kommentiert, ob man in naher Zukunft eine solche Strumpfhose auf den Markt bringen will. http://www.newscientist.com/news/news.jsp?id=ns222831Das Europäische Patent (EP 955 043) bezieht sich auf eine Cellulite-Behandlung mittels eines "Strumpfmaterials, das eng anliegend auf der Haut getragen wird". Am Nylongewebe befindet sich laut Dokument ein organisches Polymer namens PEI, das gewöhnlich zur Haftung in Tinten und Farbstoffen verwendet wird. Hier bindet es einen Wirkstoff namens Theophyllin-Azetat (THA) ans Gewebe, der - oral verabreicht - gegen Erkrankungen der Bronchien wie Asthma gegeben wird. Das THA wiederum ist mit einer Silantriolgruppe versetzt, die laut 'Victoria's Secret' "das Eindringen bestimmter chemischer Verbindungen erhöht, die nicht leicht in die Haut eindringen."
Wenn die so behandelte Strumpfhose nicht getragen wird, bindet das PEI stark an THA und Silantriol. Dicht an der menschlichen Haut jedoch sorgt Schweiß für ein Ansteigen des pH-Werts im Gewebe und Reibung erzeugt Wärme. Dies bricht die chemischen Bindungen auf, so die Erklärung, und THA und Silantriol können die Hautbarriere durchdringen. Für die beabsichtigte Wirkung sollen die Nylons mindestens drei Achstundentage lang getragen werden. Eine Wäsche mit leichtem Waschmittel sei unbedenklich für die Chemikalien.
Allerdings erklärt 'Victoria's Secret' nicht, wie die Substanzen Cellulite bekämpfen sollen. Bisher streiten sich Experten, ob die Wirkstoffe in Spezialcremes tatsächlich helfen, oder ob vielmehr die Gewebsmassage beim Einreiben eine Wirkung zeigt. Die patentierte Strumpfhose könnte diese Frage beantworten. Im Patentantrag erwähnt die Firma einen Test mit einem Dutzend Freiwilligen, die die Strumpfhosen 30 Tag lang getragen haben. Messungen mit Ultraschall sollen einen Reduzierung des Oberschenkelumfangs von jeweils zwei bis fünf Zentimetern ergeben haben. Der Bericht sagt, die Oberschenkel der Freiwilligen erschienen glatter, mit weniger Fettgewebe auf den Hüften, zuvor eng anliegende Jeans schienen "weit und locker" zu sitzen. (wsa, NewScientist) (Ende)
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