pte20000809043 in Leben
Patente für Gentech-Reis von Monsanto freigegeben
Kritiker befürchten uneingeschränkte Akzeptanz von Gen-Nahrung
Chennai (pte043/09.08.2000/15:38)
Der Biotechnologie-Riese Monsanto http://www.monsanto.co.uk/index.html will die Patente für genetisch veränderten Reis freigeben. Ziel dieser Aktion sei, so der Konzern, dass der Vitamin A-reiche Reis jetzt kostenlos an Entwicklungsländer abgegeben werden kann. Damit soll die in den Ländern der dritten und vierten Welt vorherrschende Kindersterblichkeit und der Erblindung durch Vitamin A Mangel besiegt werden. Das erklärte ein Sprecher von Monsanto anlässlich eines Bio-Tech Symposiums im indischen Chennai.Insbesondere die Sorte "Golden Rice" des Schweizer Forschers Ingo Potrykus vom ETH-Institut für Pflanzenwissenschaften http://www.ethz.ch soll dafür verwendet werden. Wie Monsanto in Indien verkündete, wird auch die Datenbank mit der Reisgenom-Sequenz für die Forschung frei verfügbar. "Wir wollen den Zugang zu Technologien und Daten für die globale Agrarforschung und damit für das Allgemeinwohl erleichtern", meinte ein Sprecher des Konzerns.
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, sterben weltweit bis zu einer Mio. Kinder an Vitamin A-Mangel. Bis zu 300.000 Kinder erblinden jährlich. Monsantos Vorstoss wird von Gentech-Kritikern als Freizeichen für unkontrollierten Gen-Reis-Anbau gesehen."Wir müssen genau hinsehen, ob das nicht nur eine Kampagne ist um die Akzeptanz der Gennahrung zu erhöhen", meint Adrian Bebb von der Umweltschutzorganisation Friends of the Earth http://www.foe.co.uk . (Ende)
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