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pts20000519037 in Forschung

Passivhaus "Waxmann" kommt ohne Energie aus

Öko-Bau berät bei ökologischen Bauvorhaben


Traiskirchen (pts037/19.05.2000/15:46)

Anlässlich der Dichtheitsprüfung des Passivenergie-Haus "Waxmann" heute, Freitag, in Traiskirchen stellt der Verein Öko-Bau http://oeko-bau.at sein erstes Musterhaus vor. Der Verein besteht aus acht Unternehmen. Sie beraten ihre Kunden bezüglich des ökologischen Bauens, der Auswahl der Baumittel und Finanzierung, führen Energiebedarfs-Berechnungen für Bauprojekte durch, entwerfen Detaillösungen und überprüfen die Qualität der Ausführung.

Das Passivhaus "Waxmann" ist in Holzbauweise ausgeführt und auf die optimale Nutzung der Sonnenenergie ausgerichtet. Es benötigt außer dem elektrischen Strom für die Haushaltsgeräte keine weitere Energiezufuhr von außen. Erreicht wird dieses Ziel durch eine konsequente Wärmedämmung an Wänden, Fenstern und Türen mit Zellulose. Schließlich verhindert eine winddichte Schicht, die das Haus vollkommen einhüllt, das Eindringen von Kaltluft. Diese winddichte Schicht verläuft in der Mitte der Außenwand.

Für die Warmwasserversorgung hat das Haus über 20 Quadrameter Sonnenkollektoren mit einem 6.000 Liter Warmwasserspeicher. Bei Warmwasserengpässen steht zusätzlich eine Wärmepumpe zur Verfügung, die die Abluft auf fünf Grad abkühlt und so die Warmwasserversorgung selbst bei längeren Nebelperioden sicherstellt. Die hochentwickelte Lüftung wird über ein Erdregister mit vortemperierter Frischluft versorgt, kühl im Sommer, vorgewärmt im Winter. "Alles in allem ist das ein sehr ökologisches Gebäude zu einem vertretbaren Preis", meinte Franz Waxmann, von holz & solar kooperative planungswerkstatt, die das Projekt entworfen hat. Der Quadratmeterpreis des Hauses wird ungefähr 18.000 Schilling betragen.

"Ein Passivhaus muss bis ins kleinste Detail geplant und die Ausführung ebenfalls genau überwacht werden", sagte Herwig Holler von Holler Solarplanung und Obmann von Öko-Bau. "Bei einem Passivhaus kann man sich keine Fehler mehr erlauben. Es ist mit der herkömmlichen Motivation und Ausbildung der Facharbeiter nicht mehr möglich." Während die Wände durch ihre über 40 Zentimeter dicke Isolierschicht kaum Energie verlieren, führen Windlecks an Kanten, durch Fugen und bei Fensterstöcken zu den größten Energieverlusten .

Mit der Prüfung der Winddichte, durch den Blow-Door Test und Infrarotaufnahmen, lassen sich hier noch die kleinsten Fehler aufspüren. Bei dem Blow-Door Test wird der Luftdruck im Hausinneren abgesenkt und das Volumen der nachströmenden Luft gemessen. Während bei einem normalen Haus innerhalb einer Stunde zwischen dem fünf- bis sechsfachen des internen Volumen nachströmt, verringert sich dieser Wert bei einem Passivhaus auf das halbe bis eineinhalbfache des Volumens. (ds)

Öko-Bau
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