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pte20000506015 in Leben

Ozonloch bedroht Nordeuropa

Max-Planck-Institut warnt vor weiterer Abnahme der Ozonschicht


Hamburg (pte015/06.05.2000/14:57)

Nach Ansicht von Forschern des Max-Planck Instituts für Meteorologie http://www.mpimet.mpg.de in Hamburg droht wegen des Treibhauseffekts ein Ozonloch über Nordeuropa. Demnach bewirkt der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt eine Abkühlung der Stratosphäre, was die Ozonschicht schädige. Bisher wurde nur über der Antarktis ein dauerhaftes Ozonloch festgestellt, aber der Austausch zwischen den Polargebieten und den mittleren Breiten bewirke auch über Europa eine Abnahme der Ozonschicht. Das Ozon hält in den oberen Schichten der Atmosphäre die schädliche UV-Strahlung ab.

"Wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen", sagte Mojib Latif vom Max-Planck Institut. Die Ozonschicht über Nordeuropa nehme alle zehn Jahre um sieben Prozent ab, so Latif. Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit für die Bildung eines Ozonlochs auch über der Arktis und Nordeuropa deutlich an, meint der Wissenschaftler. In zehn Jahren könnten in Europa Bedingungen herrschen, wie sie zurzeit nur von der Südhalbkugel bekannt seien. Im Winter wird über der Anarktis bei Temperaturen von minus 80 Grad in der Stratosphäre zwischen 15 und 25 Kilometer Höhe regelmäßig eine Abnahme der Ozonschicht auf weniger als die Hälfte beobachtet. Dieses Ozonloch hält jeweils zwei Monate an. Ähnliche Ozonverluste wurden bereits über der Arktis beobachtet, hier hielten sie aber immer nur wenige Tage an.

Das weltweite Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), den Hauptverursachern des Ozonlochs, zeigt erste Erfolge. So wurde der stetige Anstieg der Konzentration von FCKW in der Atmosphäre gestoppt. Es gibt allerdings noch eine große Menge dieser Gase in der Atmosphäre und ein FCKW-Molekül kann bis zu 15.000 Ozon-Moleküle aufspalten. Die durch den Treibhauseffekt verursachte zusätzliche Abkühlung der Stratosphäre erleichtert zudem Ozonzerstörung. So bleibt Latif pessimistisch: "Von Entwarnung kann keine Rede sein, wir können froh sein, wenn wir in Deutschland mit einem blauen Auge davon kommen." (SAT.1) (Ende)
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