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pte20000531041 in Forschung

Niederösterreicher wegen "ILOVEYOU"-Virus festgenommen

Computertechniker brachte Modifikation in Umlauf


Traiskirchen (pte041/31.05.2000/18:47)

Eine Sondereinheit des Innenministeriums hat am Dienstag einen 28-jährigen Niederösterreicher festgenommen, der eine Variante des "ILOVEYOU"-Computervirus in Umlauf gebracht hat. Der Computertechniker hat bereits ein Geständnis abgelegt, teilte Klaus Mits, Leiter der Abteilung II/16, Zentrale Kriminalpolizeiliche Dienste, auf Anfrage von pressetext.austria mit. Das Innenministerium http://www.bmi.gv.at wurde bereits in der Vorwoche vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden http://www.bka.de/pressemitteilungen/2000/pm000531.html informiert, dass eine Spur nach Österreich führt. Aufgrund eines Fehlers im verschickten Virus-Programm und durch intensive Zusammenarbeit mit dem Internet-Provider des Täters konnte der Traiskirchner schließlich überführt werden.

Der Tatverdächtige habe unter der Betreffzeile "Antivirus - GmbH" nicht wie jeweils angekündigt Listen von Viren verbreitet, sondern modifizierte und weit gefährlichere Quellcodes des "ILOVEYOU"-Virus im Anhang. Damit seien bei Empfängern Systemdateien sowie Dokumente der Microsoft-Programme "Word" und "Excel" gelöscht worden. Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung des Täters in Traiskirchen fanden die Ermittler einen Computer, mehrere CD-Roms sowie einschlägige Literatur.

Der bisher unbescholtene Computertechniker hat bei seiner Vernehmung gestanden, schon vorher an 50 österreichische Unternehmen Viren verschickt zu haben, so Mits. In einer zweiten Runde habe er wiederum 50 Unternehmen mit dem Virus infiziert. Die Abt. II/16, die auch für die Rasterfahndung zuständig ist, geht davon aus, dass noch weiter Unternehmen dazukommen werden. Da sich der Virus in Microsoft Outlook festsetzt und sich selber an dort gespeicherte Adressen verschickt, kann davon ausgegangen werden, dass der Virus noch im Umlauf ist. Alle ausgeforschten Unternehmen seien bereits gewarnt worden, versicherte Mits. Wie viele Empfänger tatsächlich betroffen seien und welchen Schaden die E-Mails des Niederösterreichers angerichtet hätten, sei noch nicht abzuschätzen. Der Täter sei nach der Vernehmung wieder freigelassen worden. (os) (Ende)
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