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pte20000214015 in Leben

Neuromonitoring macht Schilddrüsen-Eingriffe sicherer

Mikrochirurgische Technik schützt vor Stimmschäden


Bochum (pte015/14.02.2000/11:30)

Chronische Heiserkeit oder Atemnot können die unangenehmen Folgen einer Schilddrüsenoperation mit herkömmlichen Mitteln sein. Eine neue mikrochirurgische Technik, bei der ein Mikroskop und ein Neuromonitor dem Operateur eine genaue Kontrolle seines Arbeitsfeldes ermöglichen, minimiert nun dieses Risiko. Zum Einsatz kommt dieses Verfahren an der HNO-Klinik des Elisabeth-Hospitals http://www.ruhr-uni-bochum.de/hno-klinik/Index.html in Bochum.

Die Verletzungsgefahr der Nervenstränge ist bei Schilddrüsenoperationen groß. Der Bereich der Schilddrüse ist durchzogen von Nervenbahnen. Bei einer Entfernung von Schilddrüsengewebe, der sogenannten Strumektomie, muss der Chirurg die Schilddrüse aus ihrem Bett herausheben und entfernen. Da die Nerven bei jedem Menschen anders verlaufen, ist es sehr schwierig, den Eingriff präzise zu planen und auszuführen - allein durch das Heben der Schilddrüse werden die Nerven gedehnt und können dabei Schaden nehmen, in seltenen Fällen kann es dem Operateur sogar passieren, dass er den Nervenstrang mit der Schilddrüsenarterie verwechselt.

Die Folgen können für den Patienten sehr unangenehm sein: Ist der Nerv beschädigt, kommt es zu ein- oder gar beidseitigen Lähmungen der Stimmlippen, was Stimmstörungen verursacht. Wenn beide Seiten gelähmt sind, leidet der Patient fortan unter Atemnot. Eine vollständige Genesung gelingt auch nicht immer: Sind die Nerven ganz durchtrennt oder unterbunden, kehrt die Beweglichkeit der Stimmlippen nur sehr schwer zurück.

Die neue mikrochirurgische Methode hilft, die Verletzung der Nerven von vornherein zu vermeiden. Durch ein Mikroskop und einen Neuromonitor behält der Operateur während des gesamten Eingriffs die volle Kontrolle: Er kann Nervenbahnen genau lokalisieren und dadurch schützen. Die Verletzungsquote liegt mit der neuen Technik bei 0,3 Prozent, gegenüber 2-3 Prozent bei der herkömmlichen Methode. Dabei verursacht das Neuromonitoring noch nicht einmal einen größeren Zeitaufwand. (idw) (Ende)
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