leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: rh
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

09.04.2026 - 14:00 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
09.04.2026 - 14:00 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
09.04.2026 - 13:30 | Scientology Kirche Celebrity Centre Wien
09.04.2026 - 13:25 | Musterhauspark GmbH
09.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
pte20000328020 in Leben

Neurofilamente-Aufnahmen zeigen Störungen in Nervenleitungen

Erste Bilder von Bausteinchen, die durch Nervenarme sausen


Athens/Ohio (pte020/28.03.2000/11:15)

Mit Digitalkamera, Mikroskop und einem grün leuchtenden Qualleneiweiß ist es Wissenschaftlern der Ohio University http://www.ohiou.edu erstmalig gelungen in Zeitlupe festzuhalten, wonach sich Neuroforscher seit über 15 Jahren sehnen: Bilder davon, wie die für den Nervenaufbau wichtigen Eiweißbausteine durch die Nervenfasern flitzen. Diese Beobachtung verhilft zu weiterem Einblick in Gedeih und Verderb von Neuronen. Sie kann besseres Verständnis von Nervenleiden wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ermöglichen, unter der auch der britische Astrophysiker Stephen Hawking leidet.

Seit zwei Jahrzehnten ringen Forscher darum, nachzuweisen, wie die für das Nervenwachstum wichtigen Proteine wandern. Im Fachblatt Nature Cell Biology http://www.nature.com/ncb/ haben der Zellbiologe Anthony Brown und Kollegen nun von der neuen Technik berichtet, mit der es ihnen gelang, die so genannten Neurofilamente auf ihrem Weg zu beobachten: Sie verbanden den Erbgutabschnitt für ein Neurofilamenteiweiß mit DNS für ein Protein, das Quallen grün leuchten lässt. Nun sind aber die meisten Nervenkommunikationsarme (Axone) derart voller Neurofilamente, dass sie auf gesamter Länge grün strahlten und keinerlei Bewegung zu sehen war. Die Forscher suchten deshalb weniger bepackte Nervenärmchen. "Die Lücken sind sozusagen wie kleine Fenster im Zellplasma der Axone", erklärte Brown. "Sie ermöglichten uns, Bewegung zu sehen, die wir normalerweise nicht sehen könnten."

Die Untersucher berichten, dass Neurofilamente - entgegen bisherigen Forschungsansichten - sich erstaunlich rasch bewegen, bis zu 2.000 Millimeter pro Sekunde. Nun will Browns Forschungslabor klären, wie die Bewegung funktioniert, denn: "Nur wenn wir den Bewegungsmechanismus verstehen, können wir beginnen zu begreifen, was die Bewegung stört." Und damit wäre dann auch ein tieferer Einblick in Krankheiten mit gestörter Nervenleitung wie ALS möglich. (wsa) (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: rh
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top