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pte20000725017 in Leben

Neurobionic als Hoffnung für Querschnittgelähmte

Implantate zur Steuerung von Prothesen


Hannover (pte017/25.07.2000/12:30)

Eine große Herausforderung für die Neurochirurgie sehen Experten darin, künftig mit Implantaten in Gehirn und Rückenmark künstliche Gliedmaßen zu steuern. Mit der so genannten Neurobionic - einer Wortneuschöpfung aus Neurologie, Biologie und Elektronik - sei es im Prinzip denkbar, dass Querschnittsgelähmte wieder laufen könnten, berichtete der Hannoveraner Neurochirurg Madjid Samii auf dem Weltkongress für Medizin "Medicine meets Millennium" http://www.expo2000.de/cgi-bin/db4web_c/ibis/sdocs/ev/docs/ev_index.mth?spr_id=2&ev_id=303322 auf der Expo. http://www.expo2000.de/home_40.html

Wie realistisch dies sei, könne er aber noch nicht beurteilen. Kleine elektrische Plättchen, die in das Gehirn oder das Rückenmark eingepflanzt werden, seien theoretisch in der Lage, elektrische Impulse von Nerven aufzunehmen und an Prothesen weiterzuleiten.

Eine weitere mögliche Anwendung wäre seinen Worten zufolge die Übertragung elektrischer Signale von "künstlichen Augen", also Kameras, an das Sehzentrum im Gehirn. Möglich sei dies durch Erkenntnisse, wonach das zentrale Nervensystem in der Lage ist, sich in gewissen Grenzen umzustrukturieren und zu regenerieren. "Das Gehirn entwickelt sich immer weiter, wenn auch sehr langsam", sagte Fred Gage vom Salk Institute for Biological Studies in La Jolla (USA). http://www.salk.edu/

Auch die Transplantation von gesunden Nerven-Stammzellen in erkrankte oder zerstörte Hirnareale sei damit im Prinzip möglich. Die ersten beiden Tage des Kongress-Marathons standen im Zeichen der Gehirnbiologie und neuronaler Erkrankungen wie Parkinson (Schüttellähmung) und Epilepsie.

Die Neurologie arbeite an einer ganzen Reihe von Projekten, die die Heilungschancen dieser Krankheiten erhöhten. Eine Methode sei, bestimmte Hirnregionen elektrisch zu stimulieren, was unkontrollierte Aktivitäten wie Krämpfe oder Zittern hemme. Die Erfolge seien unterschiedlich, sagte der Neurobiologe Alim Louis Benabid von der Universität Grenoble (Frankreich). Eine Gehirnstimulation könne die Zittersymptome und Bewegungseinschränkungen bei Parkinson zum Verschwinden bringen, nicht aber die langsame Degeneration der Nerven aufhalten. (lifescience) (Ende)
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