pte20000608018 in Forschung
Neuralprothesen werden benutzerfreundlicher
Portables System ermöglicht Regulierung der Griffstärke
Aalborg (pte018/08.06.2000/11:45)
Dänische Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Patienten mit Nervenimplantaten ein gezielteres Greifen zu ermöglichen. Nervenimplantate können gelähmten Menschen helfen, wieder einfache Bewegungen wie das Greifen nach einer Tasse auszuführen. Bis jetzt mußten die Patienten sich auf ihre Augen und Erfahrungen verlassen. Eines der größten Probleme der bionischen Implantate war, dass der Griff entweder zu stark sein oder zu leicht ausfallen konnte. Morten Haugland und seine Kollegen von der Aalborg University haben ein portables System entwickelt, das Nervenbündel des Zeigefingers überwacht und so das Regulieren der Griffstärke ermöglicht. http://www.auc.dk/s1_en.htmDas System wurde so konstruiert, dass es mit den handelsüblichen Neuralprothesen kompatibel ist, die durch die Stimulation bestimmter Muskeln wieder koordinierte Bewegungen ermöglichen. Obwohl so die Lebensqualität der Patienten deutlich gesteigert werden kann, kann es auch zu Frustrationen kommen. Das neue System arbeitet mit Elektroden, die die Informationen der Nerven an die Neuralprothese weitergeben. Dieser Muskelstimulator wird als Manschette am Handgelenk angebracht. Die Stärke der ausgesandten Signale kann durch zwei Knöpfe reguliert werden. Haugland erklärt, dass die Benutzer dazu tendierten das System immer auf voller Energie laufen zu lassen. "Unser System stellt sicher, dass immer die richtige Menge an Kraft eingesetzt wird." (newscientist) (Ende)
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