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pte20000517005 in Forschung

Neues Verfahren reinigt Wasser mittels Licht und Luft

Solar-technisches Verfahren für trinkwasserarme Regionen


Erlangen-Nürnberg (pte005/17.05.2000/10:00)

Um schadstoffbelastetes oder mit Bakterien verseuchtes Wasser zu Trinkwasser aufzubereiten, müssen nicht unbedingt Chemikalien eingesetzt werden, die ihrerseits wieder die Umwelt belasten. Licht und Luft genügen, wenn sie von einer wirksamen Katalysator-Substanz unterstützt werden. Doch kann bisher nur ein sehr geringer Anteil der Sonnenstrahlung dazu genutzt werden, Trinkwasserqualität hervorzubringen. Am Lehrstuhl für Allgemeine und Anorganische Chemie haben Prof. Dr. Horst Kisch, Dipl.-Chem. Gerald Burgeth und Dipl.-Chem. Wojciech Macyk vor kurzem Hybrid-Photokatalysatoren entdeckt, die mit sichtbarem Licht, dem höchsten Anteil des Sonnenlichts, aktiv werden. http://www.anorganik.uni-erlangen.de/ls2/ak_kisch/ak_kisch.html Nun ist geplant, diese Substanzen so zu verbessern, dass ihr Einsatz in einem solar-technischen Verfahren möglich wird.

Die Erlanger Chemiker haben ein Metallkomplex-beladenes Titandioxid entwickelt, das den weit verbreiteten Wasserschadstoff 4-Chlorphenol mit sichtbarem Licht vollständig in ungiftige anorganische Produkte abbaut. Die Katalysatorwirkung beschleunigt den Prozess der Entgiftung von Wasser durch Licht und Sauerstoff in hohem Maße und lässt die Zufuhr zusätzlicher Energie unnötig werden. Das neue Verfahren soll im Hinblick auf den Abbau anderer wichtiger Schadstoffe und auf die antibakterielle Wirksamkeit im Detail untersucht werden. Kooperationen bestehen mit Prof. Dr. W.F. Maier, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr, und Dr. D. Meissner an der Universität Linz. http://www.uni-linz.ac.at/

Da neben dem Katalysator, der durch die Reaktion nicht chemisch verändert wird, lediglich Luft und Sonnenlicht als "natürliche Chemikalien" eingesetzt werden, wäre diese Art der Trinkwasseraufbereitung sowohl umweltfreundlich als auch in ärmeren Regionen der Erde bezahlbar. Darüber hinaus könnten auf diese Weise selbstreinigende und -desinfizierende Beschichtungen für eine Vielfalt von Gegenständen wie für Fliesen, Arbeitskleidung und Fahrzeuge hergestellt werden. Informationen: Prof. Dr. Horst Kisch, E-Mail: Kisch@chemie.uni-erlangen.de (idw) (Ende)
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