pte20000525014 in Forschung
Neues Verfahren misst Durchfluss von Flüssigkeiten
In Mikroleitungen oder Pipelines einsetzbar
Chemnitz (pte014/25.05.2000/11:00)
Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz entwickelten ein neues Verfahren, mit dem sich der Durchfluss von Flüssigkeiten messen lässt. Es ist unempfindlich gegenüber Schwankungen von Druck, Temperatur, Leitfähigkeit und Viskosität. Einziger Nachteil: Die Flüssigkeit muss kleine Partikel von etwa einem Tausendstel Millimeter Größe enthalten. Dies können zum Beispiel Blutkörperchen, Luftblasen oder Verunreinigungen sein.In der Forschungsgruppe Mehrphasenströmungen der TU Chemnitz http://www.imech.tu-chemnitz.de/ haben Dieter Petrak und seine Kollegen das neue Messsystem entwickelt. Die zu vermessende Flüssigkeit fließt dabei durch eine Leitung, die aus Glas besteht. Dies ist wichtig, weil die Wissenschaftler die Geschwindigkeit optisch bestimmen: Die in der Flüssigkeit enthaltenen winzigsten Teilchen lassen sich durch optisch Messgeräte wahrnehmen, und aus der Geschwindigkeit der Teilchen ergibt sich für die Wissenschaftler wiederum die Geschwindigkeit der Flüssigkeit.
Das Verfahren ermöglicht Messungen noch bei winzigen Leitungen (bis zu einem Zehntel Millimeter Durchmesser). Solche Mikroleitungen spielen zum Beispiel bei der Herstellung von Medikamenten eine große Rolle. Andererseits eignet sich das Verfahren auch für riesige Rohrleitungen von mehreren Metern Durchmesser, z.B. Ölpipelines, Kühlwasserrohre in Kraftwerken oder Abwasserrohre. Es kann Durchflüsse von zehn Tropfen in einer Stunde bis zu zwei Kubikmetern in einer Sekunde messen. (wsa) (Ende)
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