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pte20190909003 Computer/Telekommunikation, Medizin/Wellness

Neues Handy-System hilft bei TBC-Therapie

Regelmäßige Erinnerungen und gezielte Motivation haben sich bei Tests in Kenia bewährt


Einfaches Handy: reicht für Motivationsschub (Foto: viganhajdari, pixabay.com)
Einfaches Handy: reicht für Motivationsschub (Foto: viganhajdari, pixabay.com)

Cambridge/Tel Aviv (pte003/09.09.2019/06:15) - Ein System, das über relativ einfache Handys mit Patienten kommuniziert, kann entscheidend dazu beitragen, dass diese eine Behandlung gegen Tuberkulose (TBC) auch wirklich erfolgreich abschließen. Das haben Versuche des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://mit.edu und des Digital-Health-Unternehmens Keheala http://keheala.com in Kenia ergeben. Schon einfache Erinnerungen erschweren nämlich Ausreden dafür, warum jemand seine Medikamente nicht korrekt nimmt.

Handy-Motivationsschub

Eine TBC-Behandlung dauert oft monatelang, und viele Patienten brechen sie vorzeitig ab, wenn sie sich besser fühlen. Das bringt ein Risiko von Rückfällen und Neuinfektionen im Umfeld der Patienten mit sich. "Stigma, Herausforderungen beim Zugang zu Pflege, mühsame Behandlungsprotokolle sowie fehlende Information, Motivation und Unterstützung machen es Patienten schwer, das Richtige zu tun und ihre Medizin zu nehmen", meint Keheala-Gründer Jon Rathauser. Eben da setzt die digitale Plattform an, die Technik und Psychologie kombiniert. Diese kann auch über relativ funktionsarme Feature Phones mit Betroffenen kommunizieren.

Unter anderem fragt das System täglich nach, ob der Patient seine Medikamente genommen hat und lässt bei Nicht-Beantwortung weitere Erinnerungen sowie im Rahmen der Tests in Kenia letztlich einen Anruf eines Forschers folgen. Das erschwert es, plausible Ausreden für eine Nichteinhaltung des Therapieprogramms zu finden. Zudem setzt das System auf Informationen, motivierende Botschaften und die Tatsache, dass die Behandlung dem Gemeinwohl dient. "Wir haben versucht, dem Einzelnen möglichst viel Anerkennung für seine gute Tat an der Gemeinschaft zukommen zu lassen", erklärt MIT-Forscher Erez Yoeli.

Erfolgreiche Intervention

Die Feldversuche in Nairobi mit 569 Patienten, die das System genutzt haben, und einer Kontrollgruppe von 535 anderen Patienten, haben ergeben, dass die zusätzliche Kommunikation und Motivation für die Patienten viel bringt. "Bei Patienten, die mittels unserer Handy-Plattform unterstützt wurden, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Behandlung nicht abschließen, um zwei Drittel geringer", erklärt Yoeli. Es gelte nun, in weiteren Studien abzuklären, ob sich der Ansatz auch abseits der Großstadt Nairobi und bei ländlichen Bevölkerungsschichten bewährt.



(Ende)
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