pte20090811034 in Forschung
Neuer Angriff knackt gesicherten Wahlcomputer
Informatiker missbrauchen maschineneneigenen Code
San Diego/Berlin (pte034/11.08.2009/13:57)
Amerikanische Informatiker haben einen Wahlcomputer gehackt, der einen eingebauten Schutz gegen Code-Injection-Angriffe hat. Dazu haben sie eine erst 2007 aufgekommene Methode genutzt, die Schnipsel des maschineneigenen Codes für schädliches Verhalten missbraucht. So wird es möglich, bei der Wahl Stimmen zu stehlen. "Das zeigt, was wir schon seit Jahren sagen: Dass Wahlcomputer mit der Zeit durch neue Angriffe immer leichter angreifbar werden", meint Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Club (CCC) http://www.ccc.de , im Gespräch mit pressetext. Das US-Experiment zeigt, dass sichere Wahlen wohl doch Papierstimmen erfordern und könnte dazu beitragen, dass andere Länder dem Beispiel Deutschlands folgen. Hier hat das Bundesverfassungsgericht im März dem Einsatz von Wahlcomputern effektiv den Riegel vorgeschoben.
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