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pte20000619012 in Forschung

Neue Raketentechnologie verkürzt Reise zum Mars

Hoch erhitztes Gas als Antriebsstoff


Houston (pte012/19.06.2000/11:00)

Mit Plasma-Antrieb nur noch halb so lang bis zum Mars brauchen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich das Johnson Space Center der NASA http://www.nasa.gov/ und die MSE Technology Applications zusammengeschlossen. Der Vertrag über die Zusammenarbeit an einem neuen Raketenantriebssystem http://spaceflight.nasa.gov/mars/technology/propulsion/aspl/ könnte ein Schritt in Richtung der Erkundung des Sonnensystems durch Menschen sein, meinen die beiden Institutionen. Die Variable Specific Impulse Magnetoplasma Rocket (VASIMR) - Magnetoplasma Rakete mit unterschiedlichem spezifischem Impuls - ist Laborchef im Johnson Space Center und ehemaligem Astronauten Franklin Chiang-Diaz zufolge ein kraftvoller und schneller Antrieb.

Um die Raumschiffe in Zukunft anzutreiben, nutzen die Physiker Plasma, den sogenannten vierten Materiezustand. Plasma http://www.plasmas.org/ ist ein extrem hoch erhitztes Gas aus Atomen, die keine Hülle mehr haben. Aus Plasma bestehen zum Beispiel Sterne. Da Plasma eine gute elektrische Leitfähigkeit hat, können magnetische Felder es leiten und beschleunigen. In VASMR haben die Wissenschaftler drei verbundene magnetische Zellen konzipiert. Die Vorwärtszelle spritzt das neutrale Gas - normalerweise Wasserstoff - ein und regelt dessen Ionisation. Dadurch entsteht Plasma. Die Zentralzelle lädt das Plasma durch
Cyclotron-Resonanz-Erhitzung elektromagnetisch weiter auf. Bei diesem Prozess geben Radiowellen ihre Energie an das Plasma weiter und erhitzen es so ähnlich, wie Mikrowellen in einem Mikrowellengerät das Essen erwärmen. Die Ausgangszelle ist eine magnetische Düse, die die Energie des Plasmas in einen gerichteten Fluss lenkt. http://www.sciencedaily.com/releases/2000/06/000614075447.htm

Auf einer Marsmission würde eine VASMR-angetriebene Rakete auf der ersten Hälfte der Reise stetig beschleunigen und in der zweiten Hälfte abbremsen. Solch ein Flug würde etwas mehr als drei Monate dauern, während ein konventioneller Flug sieben bis acht brauchte und einige Zeit davon unangetrieben durch den Raum driften würde. Die neue Technologie könnte durch die verkürzte Flugzeit die Einwirkung von Raumstrahlung auf Astronauten und die Zeit in Schwerelosigkeit reduzieren. VASMR könnte in regelbaren Raketen auch Satelliten in ihre Umlaufbahnen bringen und so für kommerzielle Zwecke interessant werden. (wsa/Sciencedaily) (Ende)
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