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pte20000629026 in Leben

Neue Pille gegen das Rauchen

30 Prozent der Probanden waren noch nach einem Jahr Nikotin-abstinent


Wien (pte026/29.06.2000/16:05)

Die neue Anti-Raucher Pille Zyban soll das Suchtverhalten nach dem Glimmstengel vermindern. Das neue Medikament wurde kürzlich auch in Österreich zugelassen und soll ab 1. August auch in den heimischen Apotheken erhältlich sein. Das vom englischen Pharmakonzern Glaxo Wellcome http://www.glaxowellcome.co.uk hergestellte Medikament ist rezeptpflichtig und wird von der Krankenkasse nicht bezahlt. 60 Stück der Pille kosten 1.500 Schilling. Das Präparat muss rund neun Wochen eingenommen werden. Als Nebenwirkungen gibt der Hersteller Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Schwindel an.

"Zyban mit dem Wirkstoff Amfebutamon und dem Synomym Bupropion, wirkt in der Hirnregion auf das mesolimbische System und erhöht dort die Konzentration von Dopamin und Noradrenalin. Das heißt das Suchtverlangen nach dem Nikotin nimmt ab", sagte Christiane Körner, Vizepräsidentin der österreichischen Apothekerkammer http://www.apotheker.or.at . In Amerika ist das Medikament seit einigen Jahren in Verwendung. Die Studienergebnisse seien überzeugend, urteilt auch Körner. 49 Prozent der Raucher hätten nach einer sieben bis achtwöchigen Behandlung zu rauchen aufgehört. Davon blieben 30,3 Prozent auch noch nach einem weiteren Jahr nikotinabstinent.

Als interessantes Detail am Rande wurde bekannt, dass das Arzneimittel auch Libidostörungen beseitigen kann. Ärzte der Mayo-Klinik berichten über eine Untersuchung der Universität von Cleveland, Ohio, dass 40 Prozent der Frauen mit Libido-Störungen bei der Einnahme von Zyban mit ihrer Libido zufrieden waren.

"Das Medikament wirkt sicherlich unterstützend, da die Entzugserscheinungen im Hirn ausgeschaltet werden. Dennoch muss der Wille zur Nikotin-Abstinenz vorhanden sein", so Körner. Üblicherweise nehmen Ex-Raucher beim Nikotinentzug drei bis vier Kilo an Körpergewicht zu. Nach der Einnahme von Zyban wurde nach acht Wochen Nikotin-Entwöhnung eine Gewichtszunahme von ca. 1,5 bis 1,8 Kilogramm festgestellt, sagt die Apothekerin. Verboten seien die Pillen nur für Epileptiker, Personen, die an Essstörungen leiden, sowie bei der Einnahme so genannter MAO-Hämmer.

In den USA ist der Wirkstoff Bupropion nicht unbekannt: seit 1989 wird er im Arzneimittelhandel als Antidepressivum verkauft. Angeblich fiel jemandem sieben Jahre nach Einführung eine Merkwürdigkeit auf: Unter den Patienten einer psychiatrischen Klinik gab es keinen einen einzigen Raucher mehr. (ww) (Ende)
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