pte20000423009 in Forschung
Neuartiges Verfahren zur Brustkrebs-Früherkennung entwickelt
Ultraschall-Untersuchung für rasche Diagnose
Ann Arbor/Michigan (pte009/23.04.2000/11:15)
Eine neuartige Ultraschall-Untersuchung soll es künftig ermöglichen, Brustkrebs ohne eine langwierige Biopsie - der Entnahme und Analyse von Gewebe - von einer harmlosen Zyste zu unterscheiden. http://netdoktor.at/Ratschlaege/Untersuchungen/gewebeprobe.htm Spürt eine Frau einen verdächtigen Knoten in der Brust, oder die Mammographie http://www.netdoktor.de/Ratschlaege/Untersuchungen/mammographie.htm zeigt auf einem Röntgenbild einen verdächtigen Schatten, vergehen oft quälend lange Wochen, bis das Ergebnis der Biopsie vorliegt.Die neue Technik kann hier sofort Klarheit schaffen, erklärten die Radiologen Paul Carson und Marilyn Roubidoux von der Universität Michigan http://www.med.umich.edu/opm/newspage/breastimage.htm auf einer Konferenz des amerikanischen Instituts für Ultraschall-Bildgebung. Ein Tumor braucht eine besonders gute Blutversorgung, um rasch wachsen zu können. Daher fließt Blut auf dem Weg zum Tumor besonders schnell. Das neue Verfahren kombiniert die sogenannte Doppler-Ultraschall-Untersuchung http://www.mz-verlag.de/Lexikon/doppler-ultraschall-untersuchu.htm mit Computertechnik, um die Geschwindigkeit des Blutes dreidimensional darzustellen.
Bei einer normalen Ultraschall-Untersuchung, wie sie etwa bei einer Schwangerschaft routinemäßig vorgenommen wird, wird aus zurückgeworfenen Schallwellen ein Bild der Gewebestrukturen erstellt. Beim Doppler-Ultraschall wird zudem gemessen, wie sich die Schallwellen verändern, wenn sie vom fließenden Blut reflektiert werden. Die reflektierten Schallwellen ändern sich dabei mit der Fließgeschwindigkeit.
In einer Studie mit 38 Frauen, bei denen ein Knoten in der Brust festgestellt wurde, konnten die Wissenschaftler in allen Fällen sagen, ob es sich um ein gutartiges oder bösartiges Geschwür handelte. Die Diagnose wurde in einer anschließenden Biopsie bestätigt. Die Wissenschaftler konnten mit der neuen Technik auch den Erfolg von Chemotherapien verfolgen, die durchgeführt wurden, um die Tumore vor einer Operation zu verkleinern.
Die Ultraschall-Untersuchung soll Mammographie und Biopsie nicht ersetzen, sondern ergänzen: "Die Mammographie kann derzeit nur 85 Prozent aller Tumore aufspüren, denn ein kleiner Knoten ist für den Radiologen oft so schwierig zu finden wie eine Möve am wolkenverhangenen Himmel." Sagt Roubidoux. "Unsere Methode hilft dem Arzt, die Möven zu finden, die in den in den Wolken fliegen." (Universität Michigan) (Ende)
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