pte20000506014 in Leben
Nettsein zahlt sich aus
Wer mehr gibt, bekommt auch mehr
Bern (pte014/06.05.2000/12:00)
Das Nettsein zu anderen Menschen bringt neben einem guten Gefühl auch wirkliche Vorteile, zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Bern gekommen. http://www.unibe.ch Die Psychologen haben versucht herauszufinden, warum die Menschen sich entwicklungsgeschichtlich eher für die Kooperation als für den Egoismus entschieden haben. Sie erfanden dafür ein Laborspiel, bei dem Geld weitergegeben wurde. Verboten war allerdings, Geld direkt wieder zurückzugeben. Es mußte an eine dritte Person weitergegeben werden. Im Verlauf des Spieles stellte sich heraus, dass die freigiebigsten Spieler auch das meiste Geld angesammelt hatten. Die Wissenschaftler Claus Wedekind und Manfred Milinski schlossen daraus, dass gute Taten die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen, selbst in den Genuss solcher zu kommen.Getestet wurde bei diesem Spiel die Theorie, dass altruistisches Verhalten zu einer indirekten Wechselwirkung führt. Damit wurden Situationen beschrieben, in denen die Belohnung für ein nicht selbstsüchtiges Verhalten aus einer nicht auf den ersten Blick erklärlichen Richtung kam. Beinahe 80 Studenten nahmen an dem Geldspiel teil. Sie hatten keine Ahnung von der Identität der Person, der sie das Geld gaben. Die einzige Informationsquelle war die Geschichte der einzelnen Interaktionen der jeweiligen Spieler. Die Studenten reagierten wie vorhergesagt. Sie gaben jenen mehr, die sich zuvor anderen gegenüber bereits großzügig gezeigt hatten. Theorien, die sich mit altruistischem Verhalten beschäftigen, gehen meist von zwei Denkansätzen aus. Altruismus wird entweder als direkte Wechselwirkung innerhalb des nächsten sozialen Umfeldes erklärt, oder als neuem Ansatz mit indirekter Wechselwirkung. (bbcnews) (Ende)
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