ptp20160721001 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

OP am Grauen Star kann Hornhautverkrümmung ausgleichen

Kunstlinsen bei Grauer Star-OP wirken Unregelmäßigkeiten auf der Hornhautoberfläche entgegen


Operation am Grauen Star: Brille eventuell überflüssig (© mmphoto - Fotolia)
Operation am Grauen Star: Brille eventuell überflüssig (© mmphoto - Fotolia)

Berlin (ptp001/21.07.2016/00:10) Die Initiative Grauer Star http://initiativegrauerstar.de informiert: "Es ist wie ein neues Leben", so lautet häufig das Urteil von Menschen, die nach einer Operation am Grauen Star auf eine Sehhilfe verzichten können. Gerade bei Personen, die ihr Leben lang auf eine Brille angewiesen waren, zum Beispiel weil sie weitsichtig waren oder weil eine Hornhautverkrümmung kein scharfes Sehen ermöglichte, kann ein sich ausbildender Grauer Star im Alter die Chance auf visuelle Lebensqualität sein. Warum ist das so?

Beim Grauen Star (medizinisch "Katarakt") lagern sich Stoffwechselprodukte im Auge ab, die fortschreitend das Sehvermögen beeinträchtigen. Die einzige Behandlungsoption bei der Katarakt ist eine Operation am Auge, ein minimalinvasiver refraktiver Eingriff, bei dem die natürliche, eingetrübte Augenlinse gegen eine klare Kunstlinse ausgetauscht wird. Moderne Kunstlinsen ersetzen nicht nur die getrübte Linse, sondern können zugleich weitere vorhandene Sehprobleme wie eine Hornhautverkrümmung ausgleichen.

Bei OP am Grauen Star Hornhautverkrümmung mit torischer Premiumlinse beseitigen

Der Augenarzt informiert seine Patienten bei der Diagnose von Grauem Star umfassend über die verschiedenen Formen von Kunstlinsen, die sich zum Ersatz der getrübten Augenlinse anbieten. Generell unterscheidet man zwischen Monofokallinsen und Multifokallinsen, die über eine unterschiedliche Anzahl an Brennpunkten verfügen. Monofokallinsen mit nur einem Brennpunkt werden als Standardlinsen bezeichnet. Multifokallinsen haben mehre Brennpunkte und verhelfen damit zu scharfem Sehen in alle Entfernungen. Prinzipiell lassen sich sowohl Monofokallinsen als auch Multifokallinsen mit einer torischen bzw. zylindrischen Zusatzfunktion ausstatten, die eine vorliegende Hornhautverkrümmung ausgleichen können.

Wie gleichen zylindrische Kunstlinsen bei Grauem Star eine Hornhautverkrümmung aus?

Zylindrische oder torische Monofokallinsen oder Multifokallinsen bieten sich bei einer Operation am Grauen Star an, wenn zusätzlich eine Hornhautverkrümmung vorliegt. Bei einer Hornhautverkrümmung ist die Hornhaut nicht symmetrisch geformt, sondern weist unterschiedliche Krümmungen vor. Medizinisch spricht man in diesem Zusammenhang von Astigmatismus oder Stabsichtigkeit. Die Lichtbrechung erfolgt auf der verkrümmten Hornhaut nicht gleichmäßig, und die Lichtstrahlen können nicht optimal gebündelt werden. In der Folge wirkt das Bild unscharf und verzerrt, Punkte erscheinen zum Beispiel wie Striche. Für Personen mit einer Hornhautverkrümmung und weiteren Sehfehlern eröffnet sich mit einer Operation des Grauen Stars und der Entscheidung für eine torische Linse die Chance auf ein brillenfreies Leben.

(Ende)
Aussender: Bundesverband Medizintechnologie e.V.
Ansprechpartner: Elke Vogt
Tel.: 030/246255-0
E-Mail: mail@webseite.de
Website: www.initiativegrauerstar.de
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