pte20130402013 in Leben

Intervention gegen Menschenhandel via SMS

Betroffene werden über Kurznachricht sofort mit Spezialisten verbunden


Washington/Wien (pte013/02.04.2013/13:40) Dank einer Initiative der Nonprofit-Organisation Polaris Project http://polarisproject.org erhalten Opfer von Menschenhandel in den USA durch das Senden der kurzen Textnachricht "BeFree" (233733) sofort Hilfestellung. Die Initiative ist in Zusammenarbeit mit der Organisation Thorn, dem Telekommunikationsunternehmen Twilio sowie der Softwarefirma Salesforce Foundation http://salesforcefoundation.org entstanden. Das SMS-basierte System verbindet Betroffene direkt mit der Hotline des National Human Trafficking Resource Center (NHTRC).

Rund um die Uhr erreichbar

In Österreich haben Betroffene der modernen Sklaverei die Möglichkeit, sich jederzeit an die Migrantinnenorganisation LEFÖ http://www.lefoe.at oder an die Hotline des Bundeskriminalamtes zu wenden. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) steht dem neuen US-Service sehr positiv gegenüber: "Die IOM Wien erachtet einen SMS-Service dieser Art als wertvolle Ergänzung zu den anderen existierenden Unterstützungsangeboten für Opfer von Menschenhandel", so Katerina Kratzmann, Officer in Charge bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Wien http://iomvienna.at , gegenüber pressetext.

Der Service kann von den Opfern 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen in der Woche beansprucht werden. Nicht nur Opfer, sondern auch Personen, die Zeugen von Menschenhandel geworden sind, können sich via SMS direkt an die Hotline des NHTRC wenden. Anschließend antworten die zuständigen Spezialisten via Textnachricht und kümmern sich um die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen. Die Hilfeleistungen inkludieren unmittelbare Krisenbewältigung, Überweisung zu nahegelegenen Unterkünften und emotionale Unterstützung.

Kurzwahl sehr einprägsam

Laut Sarah Jakiel, Deputy Director von Polaris Project, hat die Organisation bei der Zusammenarbeit mit Überlebenden von Menschenhandel die Erfahrung gemacht, dass die Betroffenen vorwiegend via Text kommunizieren. Da die Opfer permanent von ihren Ausbeutern kontrolliert werden, stelle das Absenden einer kurzen und diskreten Textnachricht für sie die einfachste Möglichkeit dar, sich ihrer Außenwelt mitzuteilen. Darüber hinaus sei es im Vergleich zu einer zehnstelligen Telefonnummer wesentlich leichter, sich die entsprechende Kurzwahl einzuprägen.

(Ende)
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