pts20090709005 Handel/Dienstleistungen, Auto/Verkehr

Stadtbus Chur kritisiert zu strengen Datenschutz

"Ist der Schutz von Daten wichtiger als der Schutz wehrloser Bürger?"


Chur (pts005/09.07.2009/07:40) Wegen der geplanten Installation von Videogeräten in Bussen ist der Busbetreiber Stadtbus Chur AG ins Visier der Datenschützer geraten, die die geplante Videoüberwachung in den Bussen scharf kritisieren. Zu Unrecht, wie das Busunternehmen meint. Schließlich gehe es hierbei vor allem um den Schutz von Buschauffeuren und Insassen.

Erst Anfang Juni ist einer der Chauffeure auf dem Nachtsammelkurs ins Rheinquartier brutal misshandelt worden. Und zwar so, dass er die Fahrt nicht fortsetzen konnte. Er musste sofort in ärztliche Behandlung. Der Bus blieb stehen. "Angesichts dessen frage ich mich, ob der Schutz von Daten wichtiger ist als der Schutz wehrloser Bürger", so Dieter Heller, Verwaltungsratspräsident Stadtbus Chur AG.

Die Täter konnten in der Zwischenzeit zwar ausfindig gemacht werden. Um aber auch in Zukunft einen schnelle Ausforschung potenzieller Täter gewährleisten zu können, setzt der Busbetreiber in seinen neuen Fahrzeugen auf eine Überwachung per Video. Dies hat nun aber die Datenschützer auf den Plan gerufen, die darin eine Verletzung personenbezogener Daten wittern. "Datenschutz - ist eine im Grunde genommen vernünftige Sache. Aber sie wird mit religiös anmutendem Eifer vor allem in den Parlamenten und von den Schützern selbst pervertiert", meint Dieter Heller.

"Wenn Videobilder ins Internet gestellt werden, schreien die Datenschützer aller Schattierungen - und dazu gehören auch die Parteien - empört auf. Allerdings dürfte allgemein bekannt sein, dass heute schneller und brutaler zugeschlagen wird als früher. Insbesondere die Misshandlung bereits 'gefällter Gegner' und die gefährlichen Schläge auf den Kopf sind eher eine neue und bedenkliche Entwicklung. Wie kann man dem entgegensteuern? Mit dem Schutz der Täter?", fragt sich Dieter Heller. Videoaufzeichnungen, so der Stadtbus-Chur-Chef könnten potenzielle Täter abschrecken.

Sollte die Videoüberwachung ausbleiben, droht die Einstellung der Nachtsammelkurse in Chur. "Wir könnten natürlich eine Bewachungsgesellschaft beauftragen, alle Nachtkurse zu begleiten. Wir könnten die Fahrer ermuntern, scharfe Hunde zu halten. Wir könnten sie auch in blitzschnellem Gebrauch von Verteidigungswaffen wie z.B. Pfefferspray schulen", so Dieter Heller. "Aber ist das alles auch zweckmässig? Von all dem ist die Videoaufzeichnung wirklich noch das harmloseste. Wer ein gutes Gewissen hat, muss nichts befürchten."

Über Stadtbus Chur

Die Stadtbus Chur AG betreibt den "Bus vu Chur" und den "Engadin Bus" mit 135 Mitarbeitenden in Chur und im Engadin.

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