Schweiz: Mangelndes Bewusstsein für IT-Sicherheit
Security-Budgets - löchriger als Emmentaler Käse
Zürich (pte035/21.02.2005/15:45) Das Thema IT-Security dominiert in der Schweiz wie auch in Deutschland die IT-Trends 2005. Anders als in Deutschland folgen bei den Eidgenossen jedoch "Business Intelligence", "Enterprise Resource Planning", "Enterprise Application Integration" und "Customer Relationship Management "auf den weiteren Plätzen. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung des Management- und IT-Beratungsunternehmens Capgemini http://www.ch.capgemini.com .
Die IT-Security gehört auch im abteilungsinternen Verteilungskampf um die Geldtöpfe zu den Gewinnern. Drei Viertel der Schweizer IT-Verantwortlichen möchten in den kommenden Jahren für Security mehr Budget zur Verfügung stellen. In Deutschland sind es nur etwas mehr als die Hälfte. "CIOs tragen damit den gestiegenen Sicherheitsanforderungen durch komplexere und vernetzte System Rechnung", erläutert Stephan Dyckerhoff, CEO Capgemini Schweiz. Auf die Unterstützung des Managements können sie dabei jedoch nicht zählen. 70 Prozent der IT-Chefs halten das Sicherheitsbewusstsein der Manager für zu gering. 60 Prozent geben dieses Urteil auch für die übrigen Mitarbeiter ab.
Schweizer CIOs rechnen in diesem Jahr mit großen Budgeteinschnitten. Damit koppeln sie sich von der Entwicklung in Deutschland ab, wo derzeit etwas mehr Zuversicht herrscht. Gleichzeitig mahnen die Schweizer aber, dass die IT-Ausgaben nicht weiter reduziert werden dürfen ohne das Tagesgeschäft zu gefährden (78 Prozent). Unter den deutschen Teilnehmern an der Untersuchung sehen lediglich 47 Prozent diese Gefahr. "Das lässt darauf schließen, dass die Schweizer Unternehmen entweder schon konsequent gespart haben oder sie haben grundsätzlich knapper kalkuliert", so Dyckerhoff.
Schweizer IT-Leiter kämpfen mit dezentralen Organisationsstrukturen. Für sie sind es Gründe warum IT-Projekte die Erwartungen nicht erfüllen. Problematisch scheinen auch unklare Ziele von IT-Maßnahmen zu sein: Zu viele Projekte, die gleichzeitig durchgeführt werden, und mangelnde interne Ressourcen. In Bezug auf Termin- und Budgettreue sieht es bei den geschäftskritischen Projekten ähnlich wie in Deutschland aus. Lediglich 15 Prozent dieser Maßnahmen werden pünktlich, zehn Prozent innerhalb des geplanten Budgets abgeschlossen. Bezogen auf alle IT-Projekte sieht die Bilanz noch schlechter aus. Bei 80 Prozent wird der Zeitplan und bei 75 Prozent die veranschlagten Kosten überzogen. "Somit müssen sich auch die Unternehmen in der Schweiz fragen lassen, ob hier nicht strukturelle Probleme vorliegen. Zufall kann diese Häufung von Zeit- und Budgetüberschreitung jedenfalls nicht sein", so Dyckerhoff.
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