Diax-Experte: UMTS braucht Tausende neuer Antennen
Termingerechte Einführung von UMTS mehr als zweifelhaft
Zürich (pte018/17.08.2000/12:00) Das "Universal Mobile Telecommunications System" (UMTS) erlaubt die schnelle Datenübertragung bis zu zwei Megabit pro Sekunde und wird den gegenwärtigen Mobilfunkstandard GSM ablösen. UMTS hat aber einen Schönheitsfehler: Die Einführung der neuen Technologie in der Schweiz wird den Bau von Tausenden neuer Mobiltelefon-Antennen nach sich ziehen. Allein für die Agglomeration Zürich würden 200 bis 500 neue Standorte benötigt, schätzt Peter Stephani, Head of External Affairs bei Diax. Auf Grund der (schlechten) Erfahrungen mit dem Aufbau des GSM-Netzes sieht Stephani aber einige Probleme auf die Betreiber zukommen.
Die termingerechte Einführung von UMTS könne nur garantiert werden, wenn die dafür notwendigen Rahmenbedingungen jetzt geschaffen würden. Insbesondere kritisiert Stephani die fehlenden Messrichtlinien und die Unklarheit bezüglich der Messverfahren, aber auch die übliche Bewilligungsfrist von rund einem halben Jahr sei viel zu lange. Solange nicht klar sei, wer wann und unter welchen Umständen Messungen vornehmen dürfe, werde es auch bei Einsprachen kaum je eine schnellere Einigung geben.
In Anbetracht der Tatsache, dass die vier Betreiber voraussichtlich Milliardenbeträge für eine Lizenz hinblättern werden, sind solche Rahmenbedingungen aus Sicht der Unternehmen eine Zumutung. Stephani ist der Ansicht, dass der Bund sogar mit Schadenersatzklagen rechnen muss, wenn er keine besseren Konditionen für den Aufbau des teuren Netzes schafft.
Ein Bein gestellt habe man sich auch mit der NISV, der Verordnung über die nichtionisierende Strahlung http://www.gesetze.ch/sr/814.710/814.710_000.htm . Diese verhindert wegen der strengen Grenzwerte eine gemeinsame Nutzung von Antennenstandorten, wie sie jetzt noch möglich sei.
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