pte20000416015 in Leben

Prüfpickerl-Aktion für Radfahrer gestartet

Jedes zweite Rad auf der Straße ist reif für die Werkstatt - Pickerl soll zur Unfallvorsorge beitragen


Wien (pte015/16.04.2000/12:15) Mehr als 50 Prozent aller Fahrräder haben zumindest einen erheblichen Defekt, der die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt. Diese Zahl wurden diese Woche von Sicher Leben - dem Kuratorium für Schutz und Sicherheit - http://www.sicherleben.at präsentiert. Mit dem "Radpickerl" soll nun Abhilfe geschaffen werden.

"Die Gefahren des Radverkehrs werden immer noch weitgehend unterschätzt", so Lukaschek. 60 bis 80 Tote pro Jahr seien die traurige Bilanz. Ca. 1000 Radfahrer würden sich schwere Verletzungen zuziehen, und büßen für die technischen Mängel ihres Rades mit einem Spitalsaufenthalt. Technische Mängel bei Fahrrädern werden im Vergleich zum Auto auf jeden Fall aber noch zu leicht genommen. Gesetztes Ziel sei es, in ca. 3 Jahren fast alle Radfahrer mit der Pickerl-Aktion zu erreichen. "Der Prüfsiegel garantiert, dass ein Rad nach den höchsten Sicherheitskriterien überprüft wurde; der Kunde nutzt somit die Sicherheit für die er beim Radkauf eigentlich bezahlt hat", bemerkt Walter Schwarzinger, Präsident des VSSÖ (Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs)

"Für uns ist es wichtig bezüglich technischer Verkehrstauglichkeit von Fahrrädern ein entsprechendes Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen, viele Unfälle könnten durch einen regelmäßigen Check verhindert werden", ist Heinz Lukaschek vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie überzeugt. Ziel sei es für die Check-Aktion über 300 Händler als Partner (über 270 haben bereits fix zugesagt) zu gewinnen. Diese Fachleute führen den Check relativ unkompliziert und kostengünstig (für maximal 450 Schilling) durch - der Radfahrer erhält ein Check-Pickerl, das die technische Sicherheit des Fahrrades für ein Jahr gewährleisten soll.

1999 untersuchte Sicher Leben mit der Unterstützung des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds 510 Fahrräder, gleichzeitig wurden 460 Radfahrer bezüglich Verkehrssicherheit- und tauglichkeit ihrer Drahtesel befragt. Das Ergebnis ließ die Verkehrsexperten aufhorchen: Am häufigsten wiesen die Reifen - und das bei immerhin 30 Prozent der untersuchten Fahrräder - eine Beschädigung auf, gefolgt von defekten Bremsen (22 Prozent) und einer nicht funktionierenden Lichtanlage (21 Prozent). Für 32 Prozent der Unfälle, die durch technisches Gebrechen verursacht werden, stellt ein Reifenplatzer die Ursache dar. Auch beschädigte Bremsen und Ketten waren vermehrt für Unfälle verantwortlich (jeweils 18 Prozent).

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