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pte20000404019 in Leben

Mutierte Ionenkanäle mischen bei Epilepsie mit

Veränderungen des SCN1A-Gens verursachen neurologische Schäden


Ann Arbor/Michigan (pte019/04.04.2000/11:15)

Über ein Prozent aller Menschen weltweit leidet an einer Form von Epilepsie. Forscher der University of Michigan http://www.med.umich.edu/hg/ haben nun zwei Mutationen auf Genen gefunden, die für Natriumkanäle zuständig sind, welche die Aktivität von Nervenzellen regeln. Die im Fachmagazin Nature Genetics http://www.nature.com/ng/ referierten Ergebnisse sind für ein oder mehrere erbliche Anfallsleiden von Bedeutung.

Andrew Escayg und seine Kollegen fanden Veränderungen des SCN1A-Gens bei zwei französischen Familien mit einer erblicher Epilepsieform, bei der Kinder zunächst Fieberkrämpfe bekommen, später weiter Anfälle auch ohne Fieber erleiden und so gefährdet für neurologische Schäden sind. "Wir denken das dies nur die Spitze des Eisbergs ist", berichtet die beteiligte Genetikprofessorin Miriam H. Meisler http://www.med.umich.edu/hg/meislerweb.htm . "10 bis 15 Prozent der Erwachsenen mit Epilepsie hatten Fieberkrämpfe als Kind, so könnten die Mutationen mit mehreren Anfallsformen zusammenhängen. " Epilepsie ist ein Leiden mit vielen Variationen; ursächlich nehmen Experten an, dass mehrere Gene sowie Umweltfaktoren mitspielen.

SCN1A ist der genetische Code für einen Natriumkanal, der im zentralen wie peripheren Nervensystem häufig vorkommt, berichtet Meisler. Natriumkanälchen sind winzige Poren, durch deren Öffnung positiv geladene Natriumionen in die Nervenzelle strömen und Erregung auslösen. Schließen sie sich, endet das erzeugte elektrische Signal. "Natriumkanal-Gene bestimmen das Level der Erregbarkeit von Neuronen", erklärt Meisler. "Epileptische Anfälle werden ausgelöst durch übererregte Neuronen. Weil die SCN1A-Mutation am positiv geladenen Teil des Moleküls sitzt, ist anzunehmen, dass sie die Fähigkeit der Pore, sich zu öffnen und schließen, beeinflusst."

Zehn verschiedene Natriumkanal-Gene existieren beim Menschen, für diverse Natriumporen in Muskel, Herz und Nerven. Ihr Erbgut wurde über lange Evolutionsstrecke beibehalten, von der Fruchtfliege bis zum Menschen, erläutern die Forscher aus Michigan. Zukünftig hoffen sie den Einfluss von SCN1A weiter in Mäuseversuchen klären zu können. (wsa) (Ende)
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