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pte20000717028 in Leben

Musik wirkt nicht aggressionsfördernd

Verarbeitung von Gewaltphantasien und Energieabbau mit Musik


Oldenburg (pte028/17.07.2000/16:15)

Musik, vor allem Hardrock und anderen modernen Musikrichtungen, wird gern eine aggressionsfördernde Wirkung nachgesagt. Jetzt hat ein Absolvent der Studienrichtung Kommunikation/Ästhetik an der Universität Oldenburg http://www.uni-oldenburg.de/fb2/ in einer Studie gezeigt, dass beim Hören aggressiver Musik nicht unbedingt Aggressionen entwickelt werden. Carsten Stöver befragte für seine Abschlussarbeit 200 Jugendliche aus acht städtischen und sechs ländlichen Jugendzentren.

Dabei ergaben sich drei Gruppen von Musikpräferenzen: die "Freunde gitarrenlastiger Rockmusik" (50 Prozent), "Technopop-Fans" (25 Prozent) und "Liebhaber angesagter Musikstile" (25 Prozent). Von allen diesen Richtungen kann man sagen, sie seien ähnlich aggressiv. Je nachdem, ob die Jugendlichen ärgerlich oder traurig sind, setzen sie aber jeweils unterschiedliche Musik ein. Jugendliche, die ohnehin zu aggressivem Verhalten neigen, verarbeiten auch ihren Ärger eher mit aggressiver Musik. Interessanterweise aber hören diese Jugendlichen in trauriger Stimmung aber eher traurige Musik. Aggressive Jugendliche hören Musik also eher assoziativ und stimulativ. Dies ist bei Jugendlichen mit geringeren Aggressionsneigungen weniger der Fall.

Auch in der wissenschaftlichen Diskussion um "Musik und Gewalt" wird ein Widerspruch gesehen, der darin liegt, dass Musik einerseits als aggressionsfördernd angesehen wird, andererseits aber auch der Abfuhr von Energien, der Verarbeitung von Gewaltphantasien und damit der Verhinderung gewalttätiger Handlungen dienen kann. Daher verweist die moderne Musikpsychologie auch gern darauf, dass auch außermusikalische Faktoren bei der Fragen nach Kausalbeziehungen zwischen Musik und Gewalt mit berücksichtigt werden müssen. (wsa) (Ende)
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