pte20000728010 in Forschung
Multifunktionale Notruf- und Informationssäule entwickelt
Durch Photovoltaik unabhängig von externer Stromversorgung
Freiburg (pte010/28.07.2000/11:00)
Eine multifunktionale Notruf- und Informationssäule, die überall Sicherheit und Service rund um die Uhr bietet, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE http://www.ise.fhg.de in Freiburg entwickelt. Die in Zusammenarbeit mit der Firma abac entstandene Notruf- und Informationssäule bietet 24 Stunden täglich Sicherheit - und noch mehr: "Mit drei Ruftasten kann man nicht nur einen Notruf absetzen, sondern auch den Wetterbericht oder die Verkehrslage abfragen. Selbst die direkte Verbindung zum Eismann ist möglich", veranschaulicht Dipl.-Ing. Werner Roth, Projektleiter am Fraunhofer ISE, das Konzept. "Mit der Mehrfachnutzung wird aus der Notrufsäule ein Infoterminal. Täglicher Nutzen statt Einsatz nur im Ernstfall. Kommerzielle Serviceangebote erschließen neue Marketingwege".Drei Aspekte unterscheiden die Säule von herkömmlichen Notrufsäulen: Durch Photovoltaik ist sie unabhängig von externer Stromversorgung, sie verfügt über eine Schnittstelle zur drahtlosen Telekommunikation und sie hat programmierbare Zielwahl. Damit kann die Säule überall aufgestellt werden - an Straßen und Skipisten, auf Parkplätzen und Wanderwegen, in Gewerbegebieten und Sportanlagen - und einfach auf beliebige Rufnummern eingestellt werden. Auch zeitlich befristet für Veranstaltungen ist sie schnell installiert und sofort betriebsbereit. Es fallen keine Kosten für Kabelverlegung und Strombezug an. Kommerzielle Nutzung bringt zusätzliche Einnahmen.
So einfach die Säule zu bedienen ist, so anspruchsvoll ist die Technik. Projektleiter Werner Roth: "Um 100% Zuverlässigkeit für den Notruf zu garantieren, haben wir unser Energiemanagementsystem perfektioniert. Es überwacht und steuert sämtliche Komponenten. So ist immer Reserve für den Notruf da. Ein integriertes Diagnosesystem erkennt kritische Zustände und meldet sie an die Zentrale. Damit sind wir auch gegen bierselige Badegäste gewappnet, die das Photovoltaikmodul mit einer Zielscheibe verwechseln." Informationen: Dipl.-Ing. Werner Roth, Fraunhofer ISE, E-Mail: roth@ise.fhg.de (idw) (Ende)
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