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pte20000907028 in Leben

Morbus Alzheimer: Zukünftig soll Impfung möglich sein

Forschungsschwerpunkt liegt in der Erkennung des präklinischen Stadiums


Wien (pte028/07.09.2000/14:23)

In den USA und Großbritannien werden Impfsubstanzen gegen Alzheimer bereits am Menrchen getestet. "Die Zukunft liegt in der Impfung gegen die Alzheimer-Krankheit", so Peter Dal-Bianco, Präsident der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft. Diese Erkenntnisse präsentierte Dal-Bianco heute, Donnerstag, im Rahmen der Pressekonferenz der Österreichischen Alzheimer Liga http://gin.uibk.ac.at/gin/ginstandard/gin.cfm?nr=11924 den Journalisten.

Die degenerative Erkrankung des Gehirns ist durch eine chronische und langsam fortschreitende Einbuße der Gedächtnis- und Merkfähigkeit gekennzeichnet. Verantwortlich dafür sind Eiweißanhäufungen in Form von extrazellulären Plaques und intrazellulären Tengels. Diese Veränderungen treten Jahre bis Jahrzehnte vor Ausbruch der klinischen Symptomatik auf, so Dal-Bianco.

Die Forschungsziele sind, biologische Marker und minimale klinische Frühsymptome zu erkennen. Biologische Marker sind veränderte Eiweißstrukturen wie ein erniedrigtes A-Beta-42-Protein und ein erhöhtes Tauprotein bei Alzheimer-Patienten. Die Abgrenzung zwischen gesund und krank sei hier sehr schwierig. Man forscht aber an weiteren chemischen Molekülen, die die Krankheit vorhersagen, erklärte Dal-Bianco. Ein methodischer Hoffnungsträger in der Früherkennung ist die Kernspintomographie. Dadurch wird es ermöglicht, das Gehirn des Patienten auf seinen Stoffwechsel zu untersuchen. Alzheimer-Patienten benötigen gegenüber gesunden Personen größere Hirnareale für die Bewältigung von Aufgaben.

Etwa 100.000 Österreicher leiden am Morbus Alzheimer, weitere 200.000 Personen sind indirekt über Pflegeleistungen mitbetroffen. Aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung ist damit zu rechnen, dass sich der betroffene Personenkreis in den nächsten 50 Jahren verdoppeln wird, so Dal-Bianco. Antonia Croy, Präsidentin der Alzheimer Angehörige Austria, plädiert für die Beibehaltung des Pflegegeldes für die private Pflege der Patienten. Sparmaßnahmen im Gesundheits- und Sozialbereich würden zu einer Abnahme der Betreuungsbereitschaft der Familie führen und das Gesundheitssystem zusätzlich belasten. (Ende)
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