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pte20000719010 in Forschung

Molekül als Lichtquelle für die optische Nahfeld-Mikroskopie

Lichtquelle ist kleiner als die Wellenlänge des verwendeten Lichtes


Konstanz (pte010/19.07.2000/11:15)

Die Leistungsfähigkeit eines Lichtmikroskops ist unter anderem durch die Wellenlänge der verwendeten Strahlung festgelegt. Strukturen, die kleiner als diese Wellenlänge sind, können nicht mehr erkannt werden. Mit der optischen Nahfeld-Mikroskopie (SNOM: scanning near-field microscopy) konnten die Physiker der deutschen Universität Konstanz http://www.uni-konstanz.de/ dieses Problem umgehen.

Sie beleuchten das zu untersuchende Objekt mit einer Lichtquelle, die kleiner als die Wellenlänge des verwendeten Lichtes ist. Diese beleuchtet dann einen Teil des Objekts, der etwa genau so groß ist wie die Lichtquelle selbst. Schritt für Schritt kann man so ein Bild des gesamten Objekts aus vielen Einzelmessungen zusammensetzen.

Die Konstanzer Wissenschaftler haben bei ihren Experimenten ein einzelnes Molekül an der Spitze einer Glasfaser befestigt, zum Leuchten gebracht und damit ein sehr kleines Aluminium-Gitter untersucht. Die Industrie ist sehr daran interessiert, immer kleinere Mengen beispielsweise von DNA und anderen Biomolekülen immer genauer untersuchen zu können. Auch bei der Suche nach neuen Medikamenten sind Analysetechniken gefragt, die mit geringste Stoffmengen auskommen. Vielleicht kann man eines Tages Proben untersuchen, die aus nur wenigen Molekülen bestehen. Ansprechpartner: Dr. Vahid Sandoghdar, Universität Konstanz, E-Mail: Vahid.Sandoghdar@uni-konstanz.de (stpnews) (Ende)
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