pte20000327015 in Forschung
Modell für Produktentstehungsprozess entwickelt
Effiziente Produktentwicklung durch flexiblen Methodeneinsatz
Stuttgart (pte015/27.03.2000/11:15)
Die Auswahl der am besten geeigneten Methoden für eine Produktentwicklung bereitet häufig Schwierigkeiten. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart http://www.ipa.fhg.de haben gemeinsam mit mehreren Unternehmen eine flexible, branchenübergreifende Entscheidungshilfe erarbeitet.Innerhalb eines Verbundprojekts haben mehrere mittelständische Industrieunternehmen aus den Branchen Antriebstechnik, Kommunikationstechnik, Fahrzeuggetriebebau, Bürogeräteherstellung und Medizintechnik gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer IPA nach Wegen gesucht, den Prozess der Methodenauswahl systematischer und effizienter zu gestalten. Ihr Ziel war es, eine Methodik zu entwickeln, die den Entwickler während des Produktentstehungsprozesses bei der Auswahl und Anwendung von Methoden unterstützt. Besonders wichtig war es, die Methoden an die firmenspezifischen Gegebenheiten anzupassen und ihre Anwendung in das betriebliche Umfeld einzubetten.
Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stand die Entwicklung eines Modells zur Methodenauswahl und -anwendung. Dieses Modell besteht zum einen aus einem statischen Teil, das die im Problembereich der Methodenauswahl relevanten Objekte und deren semantische Relationen repräsentiert. Zum anderen enthält es ein dynamisches Teilmodell, das im Wesentlichen aus einer Auswahlstrategie zur Ermittlung eines optimalen Methodeneinsatzes besteht. Es unterstützt den Anwender beim Angleichen der Methoden an firmenspezifische Randbedingungen sowie bei der Kombination verschiedener Methoden zu einem geeigneten Methodenkonzept.
Anschließend wurde das neue Modell in den beteiligten Unternehmen implementiert, getestet und optimiert. Für den praktischen Einsatz operationalisierten sie die entwickelte Vorgehensweise zur Methodenauswahl durch Hilfsmittel wie Entscheidungsmatrizen, Checklisten, Formulare, Tabellen und Vorgehensanweisungen. Die problemorientierte Methodenanwendung dokumentierten sie in einem Leitfaden. Firmeninterne Rahmenbedingen berücksichtigend hilft er dabei, Lösungskonzepte auszuwählen.
Zunächst werden die für die Aufgabenstellung potenziell einsetzbaren Methoden ausgesucht. Die Einführung von Methodenparametern ermöglicht es, die Methoden detailliert zu spezifizieren und die Art ihrer Anwendung zu beschreiben. Anschließend ordnet die Auswahlstrategie diesen Parametern feste Werte zu. Der Leitfaden kann in jeder Branche der Industrie eingesetzt werden und ist sehr flexibel anwendbar. Mit ihm lassen sich ohne großen Aufwand sowohl einfache Aufgaben als auch komplexe Probleme lösen. Informationen: Michael Kempf, IPA, E-Mail: mik@ipa.fhg.de (stpnews) (Ende)
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