pte20000705010 in Leben
Mittelschichtkinder sind anfälliger für Allergien
Früher Kontakt mit Allergenen stärkt Immunsystem
Berlin (pte010/05.07.2000/10:30)
Eine Studie der Humbold Universität http://www.hu-berlin.de ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Kinder von Eltern aus der Mittelschicht viel anfälliger für Allergien sind als ihre Altersgenossen mit Eltern aus der Arbeiterschaft. Die Autoren nehmen an, dass der geschützte Lebensraum der Mittelschicht eine normale Entwicklung des Immunsystems der Kinder eher verhindert.Das Ansteigen der Zahl von Kindern, die unter Asthma und Ekzemen leiden, sei auf ihren fehlenden Kontakt mit Allergenen wie Pollen oder Hausstaubmilben zurückzuführen. Begegnen sie diesen Allergenen später in ihrem Leben, ist eine allergische Überreaktion die Folge. Das Forschungsteam untersuchte 1.300 Kinder und fand heraus, dass Kinder von Eltern mit einem höheren sozio-ökonomischen Status deutlich stärker allergiegefährdet waren.
Der Kinderspezialist Ulrich Wahn erklärt, dass diese Ergebnisse verwirrend seien. "Ausgerechnet bei Eltern der Mittelschicht, die die Notwendigkeit eines gesunden Lebenswandels erkannt haben, sind die Kinder besonders gefährdet. Wir können derzeit nicht sagen, was sie falsch machen. Es gibt deutlich Hinweise auf einen unbekannten Faktor, der stark genug ist, alle positiven Änderungen zu überwinden."
Muriel Simmons von der British Allergy Foundation glaubt, dass die Theorie, dass der frühe Kontakt mit Allergenen Schutz gegen spätere allergische Reaktionen bietet, immer plausibler wird. An der Entwicklung eines so genannten Schmutzimpfstoffes wird derzeit von verschiedenen Teams gearbeitet. (bbcnews) (Ende)
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