pte20000715003 in Leben
Mit Frauen-Kondomen gegen Aids in Südafrika
Geschlechtskrankheiten trotz hoher Komdomkosten eindämmen
Durban/Südafrika (pte003/15.07.2000/11:00)
Südafrika gehört zu den am meisten von Aids heimgesuchten Ländern Afrikas. Aufgrund neuer Studien sehen US-Wissenschaftler Frauen-Kondome als Möglichkeit, hier die heimtückische Immunschwächekrankheit einzudämmen. Gedacht ist vor allem an die Versorgung der südafrikanischen Prostituierten. http://www.eurekalert.org/releases/ucsf-fcp070700.htmlDas Forscherteam um Elliot Marseille von der University of California http://www.ucsf.edu in San Francisco errechnete, dass bei der Ausgabe von Frauen-Kondomen an 1.000 Sex-Anbieterinnen 5,9 Fälle von Aids / HIV-Infizierung, 38 Fälle von Syphillis und 33 Fälle von Gonorrhoe (Tripper) verhindert werden könnten. Vom Kosten-Standpunkt her bedeutet im Falle von Aids die Kondom-Versorgung eine Ersparnis von über 12.000 Dollar (bei ca. 6 potenziellen Aids-Erkrankten von 1.000 Frauen).
Zwar kosten Frauen-Kondome bis zu 20-mal soviel wie Männer-Kondome, aber - so Elliot Marseille: "In Anbetracht der ernsten Lage der Aids-Epidemie in den Entwicklungsländern sollten alle effektiven und wirtschaftlichen Mittel der Prävention eingesetzt werden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Versorgung mit Frauen-Kondomen dort ökonomisch sinnvoll ist, wo Männer-Kondome bereits mit Nachdruck propagiert wurden."
Die Studie belegte überdies, dass die Kondom-Ausgabe sogar bei Frauen, die nicht im Sex-Gewerbe arbeiten, vom Standpunkt der Kosten-Nutzen-Bewertung für das Gesundheitssystem des Landes sinnvoll ist. Die Wissenschaftler stellten ihre Studie bei der XIII. Internationalen AIDS-Konferenz in Durban, Südafrika, vor. http://196.33.164.114/ Informationen: Corinna Kaarlela, E-Mail: ckaarlela@pubaff.ucsf.edu (wsa/EurekAlert) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | rh |
| Tel.: | 01/8104530-0 |
| E-Mail: | redaktion@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
