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pte20000603007 in Leben

Minimal-invasive Brustkrebs-Diagnosen setzen sich durch

Schonende Gewebeentnahme in Brustkrebsdiagnostik


Halle (pte007/03.06.2000/11:00)

Schonende Verfahren zur Entnahme von Gewebeproben sind im Rahmen der Brustkrebsdiagnostik auf dem Vormarsch. Entdecken Ärzte bei einer Mammographie verdächtige Strukturen, müssen diese genauer abgeklärt werden. Denn bei vielen Veränderungen gibt erst die Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie) Klarheit, ob es sich um eine gutartige Veränderung oder um einen bösartigen Tumor handelt. Derzeit werden solche Gewebeproben vielfach noch operativ entnommen, mit Vollnarkose und Krankenhausaufenthalt.

Die so genannte Stanzbiopsie ist schon seit einigen Jahren verfügbar. Bei diesem Verfahren wird eine Hohlnadel unter Röntgenkontrolle zur verdächtigen Stelle geschoben und eine Gewebeprobe ausgestanzt. Eine örtliche Betäubung genügt, der Eingriff erfolgt ambulant. Auch die sogenannte Vakuumbiopsie erfolgt ambulant und unter örtlicher Betäubung. Sie ist eine Weiterentwicklung der "Nadeltechnik": Das Gewebe wird dabei - ebenfalls unter Röntgenkontrolle - durch eine seitliche Nadelöffnung erst angesaugt und dann abgeschnitten. Wird die Nadel dann im Urzeigersinn gedreht, können die Ärzte ein Gewebsareal von bis zu 15 Millimetern Durchmesser von innen heraus abtragen.

Das Verfahren ist vor allem bei kleinen Veränderungen (unter einem Zentimeter Durchmesser) und bei Mikroverkalkungen sinnvoll - in einem Bereich, wo andere Techniken eine geringere Treffsicherheit haben. Der Grund für die größere Genauigkeit: Die Ärzte können mit dieser Technik im Vergleich zur Stanzbiopsie bei einem einzigen Eingriff mehr und vor allem zusammenhängendes Gewebe entnehmen. Kleinere Veränderungen werden dabei vollständig entfernt. Stellt sich bei der nachfolgenden Laboruntersuchung heraus, dass in der Probe keine bösartigen Zellen enthalten sind, ist diese Diagnose sehr verlässlich, da das Gewebe vollständig entfernt und untersucht wurde.

Nur bei 22 Prozent der Frauen entdeckten die Ärzte einen Tumor oder Gewebsveränderungen in Früh- und Vorstadien. "In diesen Fällen", so Professor Sylvia Heywang-Köbrunner von der Klinik für Diagnostische Radiologie der Universität Halle http://www.medizin.uni-halle.de/medizin/izk/zra/kdr/index.htm, "wird operiert, damit die Veränderung mit ausreichendem Sicherheitsabstand aus dem gesunden Gewebe entfernt wird." Ob sich eine Frau einer Gewebeentnahme unterziehen muss, hängt entscheidend von der Qualität der vorausgegangenen Mammographie ab.

Für die Expertin ist ein Verhältnis von einem "Treffer", also einem entdecktem Brustkrebs, auf fünf Biopsien bei solchen uncharakteristischen Veränderungen ein realistisches Ziel. Bezogen auf alle bei einer Mammographie entdeckten Veränderungen streben Experten ein Verhältnis von eins zu drei an, also ein entdeckter Tumor auf drei Biopsien. Denn größere und eindeutigere Veränderungen können geübte Ärzte mit ausreichender Sicherheit diagnostizieren. Informationen: Prof. Dr. med. Sylvia Heywang-Köbrunner, E-mail: sylvia.heywang@medizin.uni-halle.de (idw) (Ende)
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