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Miles Davis - John Coltrane Quintett Box erschienen

Zwei Jazz-Protagonisten auf einem gemeinsamen Weg


Wien (pte009/14.05.2000/13:15)

"Es war vorhersehbar, dass diese zwei Musiker einmal aufeinander treffen würden", schrieb ein Musikkritiker einer großen amerikanischen Tageszeitung. In den fünfziger Jahren nahmen die beiden Musiker John Coltrane und Miles Davis gemeinsam eine Serie von Platten auf. Nun erschienen alle gemeinsamen Aufnahmen, inklusive 90 Minuten unveröffentlichtes Material, auf einer 6-teiligen CD-Box bei Sony Music. http://www.sonymusic.at

"Eigentlich ist es klar, dass alle Musikliebhaber über dieses Werk sprechen werden", sagte Harry Gruber, P&R-Chef bei Sony Music Austria zu pressetext.austria. "Ein Werk, das vergleichbare Qualitäten aufweist, ist schwer zu finden", meint auch ein Mitarbeiter des österreichischen Musikmagazins Concerto http://www.concerto.at . "Coltrane kam 1955 als unbeschriebenes Blatt zur Miles Davis-Band. Ein einziges Solo über die Ballade Round Midnight reichte dann aber aus, um zu erkennen, dass hier ein Frühvollendeter am Werk war", sagte Jazzkritiker Ljubisa Tosic.

"Bedeutende Meilensteine der auf Platten dokumentierten Geschichte improvisierter Musik tragen den Namen Miles Davis. Sie tragen die Übergänge vom Bebop zum Cool und von dort zum Hardbop, von dort zur modalen Spielweise, die John Coltrane dann weiterführte", sagte der Jazz-Journalist Martin Kunzler zu pressetext.austria. Die Zusammenarbeit zwischen Miles Davis und John Coltrane in den 50er Jahren könne wohl als eine der fruchtbarsten und aufregendsten Perioden des Jazz bezeichnet werden, so Kunzler. Die Zusammenarbeit biete auch einen guten Stilvergleich zwischen Miles und Coltrane: Davis, der ruhige, mit wenigen Noten arbeitende Trompeter, im Gegensatz dazu der mit raffinierten Wendungen und irrwitzigen Kaskaden die harmonischen Möglichkeiten des Songs voll ausschöpfende Saxophonist Coltrane, so Tosic.

"Diese fruchtbare Zusammenarbeit hat den Standard für alle Quintettbesetzungen zwischen 1956 und 1970 gesetzt", so Kunzler, der Coltrane als den Dreh- und Angelpunkt des modernen Jazz nach Charlie Parker bezeichnet. Coltranes musikalisches Genie wurde indes nicht nur von unmittelbaren Mit-Musikern erkannt, sondern auch von einem immer größer werdenden Publikum. Es war auch kein Wunder, dass eine Kooperation wie diese mit zwei "Edel-Egomanen" in einer Band nicht ewig halten konnte, meint Tosic. Die gemeinsame Zeit der beiden Musiker ist jedenfalls auf der CD-Box enthalten. (ww) (Ende)
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