pte20000904010 in Forschung
Mikroholographie erhöht Speichervolumen
Daten werden in mehreren Schichten gespeichert
Berlin (pte010/04.09.2000/11:15)
Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin arbeiten an der nächsten Generation der Datenspeicherung, der Mikroholographie. Mithilfe so genannter Reflektionsgitter sollen die Informationen nicht mehr nur auf der Oberfläche einer CD, sondern unter Ausnutzung ihres Volumens dreidimensional und in mehreren Schichten gespeichert werden. Schon in absehbarer Zeit sollen damit mehr als 150 Gigabyte auf einem Datenträger abgelegt werden können. http://www.tu-berlin.de/presse/wissenschaftsdienst/00sep/nano.htmDie Mikroholographie, an der Hans Joachim Eichler vom Optischen Institut der TU Berlin arbeitet, ist ein vielversprechender Lösungsansatz zur Erweiterung der Speicherkapazität. http://moebius.physik.tu-berlin.de/lasergrp/ Sie nutzt die dritte Dimension, das Volumen also, um Daten abzulegen. Im Gegensatz zu herkömmlichen holographischen Methoden braucht die Mikroholographie keine teuren Kristalle als Speichermedium. Stattdessen kann man kostengünstig und in Massen herstellbare Photopolymere verwenden. Wenn ein solches Photopolymer mit einem speziellen Interferenzmuster eines oder mehrerer Laserstrahlen belichtet wird, entstehen Mikrohologramme.
Dabei werden kleine optische Gitter mit Abständen von etwa 100 Nanometern zwischen den einzelnen Ebenen erzeugt. Diese Gitter können sich linear überlagern. In eine Stelle des Speichermediums werden mit den gewählten Laserstrahlen verschiedene Gitter übereinander eingeschrieben und können dann auch getrennt wieder ausgelesen werden. Im Unterschied zur herkömmlichen CD, wo sich an jeder Stelle nur ein Bit befindet, kann somit jeder Platz mehrfach belegt werden. (Ende)
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