forschung

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: rh
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

FORSCHUNG

10.04.2026 - 07:00 | Diabetes Center Berne
10.04.2026 - 06:10 | pressetext.redaktion
10.04.2026 - 06:05 | pressetext.redaktion
09.04.2026 - 13:55 | pressetext.redaktion
09.04.2026 - 11:55 | pressetext.redaktion
pte20000428016 in Forschung

Mikrochip fungiert als Netzhaut -Prothese

Elektronisches Netzhaut-Implantat für Blinde in Entwicklung


Bonn (pte016/28.04.2000/11:00)

Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung http://www.bmbf.de/ fördert die Entwicklung von Mikrochips zur Wiederherstellung der Sehfunktion bei Patienten mit zerstörter Netzhaut. Retinitis pigmentosa http://www.retinitis-pigmentosa.de/ ist eine tückische Krankheit, in deren Verlauf das Gesichtsfeld der betroffenen Menschen von außen nach innen immer weiter zum sogenannten "Tunnelblick" eingeschränkt wird, weil die lichtempfindlichen Sinneszellen in der Netzhaut zerstört werden. Schließlich kommt es zur kompletten Erblindung der Betroffenen.

Der Sehnerv bleibt bei Retinitis-pigmentosa-Patienten allerdings funktionsfähig. Dieser Umstand hat für die Entwicklung einer Netzhaut-Prothese entscheidende Bedeutung: Ein dauerhaft im Auge implantierter elektronischer Chip erhält Auskünfte über das Aussehen der Umgebung entweder von Mikro-Photodioden, die ebenfalls im Auge platziert sind, oder von einer kleinen Kamera in einer Brille. Der Chip leitet die Auskünfte über den Sehnerv an das Gehirn. Mit dieser "Prothese" soll eine "visuelle" Wahrnehmung von Gegenständen bei den erblindeten Patienten ermöglicht werden. Die Entwicklung einer solchen Netzhaut-Prothese geht nun bereits in eine zweite Förderphase, für die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weitere elf Mio. DM für die nächsten drei Jahre zur Verfügung stellt.

Die dabei vorgesehenen Schlüsselexperimente sollen die Machbarkeit der in der ersten Phase entwickelten Verfahren zunächst im Tier nachweisen. Auch die Verträglichkeit des für den Chip verwendeten Materials im Organismus soll intensiv untersucht werden. Ziel der zweiten Förderphase ist die Schaffung eines Implantat-Prototypen, der beim Menschen getestet werden kann. Nachdem die Realisierbarkeit der Idee gezeigt worden ist, soll auf lange Sicht eine weitere Entwicklung und Vermarktung des Prototypen durch die Industrie erfolgen. Derzeit befindet sich das Projekt im Experimentalstadium. Ein Einsatz am Patienten ist schätzungsweise in vier bis sechs Jahren möglich. (lifescience) (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: rh
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top