pte20000727002 in Leben
Mikroben kamen eventuell aus dem All
NASA-Wissenschaftler starten Test
Baltimore/Maryland (pte002/27.07.2000/08:45)
Ob die Mikroben mit einem Meteoriten auf die Erde gekommen sein können, testen jetzt amerikanische Forscher. Auf einer NASA-Rakete http://www.nasa.gov schickten Mitarbeiter des Biotechnologie-Instituts der Universität Maryland http://www.umbi.umd.edu/ Mikroben gestern, Mittwoch, Mikroben ins All und schauen, wie sie die Torturen überleben. Besonders interessiert sind die Wissenschaftler dabei an DNS-Reparatursystemen in den Mikrobenzellen. "Diese Systeme könnten in der Biotechnologie und der Medizin nützlich sein", sagt Projektleiterin Jocelyn DiRuggiero.Die Kleinstlebewesen, in diesem Fall unter anderem Mikroben der Sorte Archaea, http://www.ucmp.berkeley.edu/archaea/archaea.html verfolgen eine Bahn außerhalb der Atmosphäre um die Erde - übrigens dieselbe, die der Astronaut Alan Sheppard 1961 schon benutzte. Diesmal allerdings treten statt des Menschen vier münzgroße Kulturen mit je etwa einer Million Zellen die Reise durch Vakuum und Sonnenstrahlung an. Rund zehn Minuten lang sollen die Zellen den Bedingungen im freien Weltraum ausgesetzt werden.
Dabei könnte die extreme Ultraviolettstrahlung http://snoopy.gsfc.nasa.gov/~orfeus2/ultraviolet.html , die die Atmosphäre von der Erde abhält, das Erbgut http://third.informatik.uni-kl.de/~kerstin/Facharbeit/gdg.html der Zellen beeinflussen. "Der Einfluss von UV-Strahlung auf Lebewesen ist fast nicht erforscht", sagt Joseph Davila von der NASA. http://www.eurekalert.org/releases/umb-sbt072400.html
Archaea-Mikroben leben typischerweise in extremen Bedingungen, wie hohen Temperaturen, Drucken, in Schwefel, Methan oder unter Strahlung. Die Mikroben, die ins All geschickt wurden, sind bekannt dafür, bei hohen Temperaturen und Strahlung überleben zu können. Die ersten Raum-Mikroben haben noch keinen biologischen Namen. "Wir haben diese Mikroben in den Sedimenten der heißen Quellen im Yellowstone Nationalpark gefunden, wo sie feuchten Dämpfen im Wechsel mit heißen, trockenen Phasen ausgesetzt sind", sagt Frank Robb, der an dem Projekt mitarbeitet. Im Labor fanden die Forscher, dass ihre Kandidaten auch Gamma-Strahlung vertragen. Eine strahlungsresistente Bakterie Deinococcus radiodurans wird auch mit auf den Raumflug kommen.
Die Experimente werden an Bord einer SERTS - der Name steht für Solar EUV Rocket Telescope and Spectrograph - Rakete starten. Seit 1997 untersucht die NASA mit diesen Raketen die Sonnenaktivität und hat Daten gesammelt, um andere Raumsonden zu kalibrieren. Informationen: Steve Berberich, E-Mail: berberic@umbi.umd.edu (wsa/Eurekalert) (Ende)
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