forschung

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: Anita Staudacher
Tel.: 01 / 811 40 / 309
E-Mail: staudacher@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

FORSCHUNG

10.04.2026 - 17:30 | USTP – University of Applied Sciences St. Pölten
10.04.2026 - 13:55 | pressetext.redaktion
10.04.2026 - 11:30 | pressetext.redaktion
10.04.2026 - 07:00 | Diabetes Center Berne
10.04.2026 - 06:10 | pressetext.redaktion
pte20000828023 in Forschung

Microsoft senkt ab September die Software-Preise

Händler dürfen OEM-Software auch einzeln verkaufen


Wien/Stuttgart (pte023/28.08.2000/11:42)

Microsoft wird ab September die Preise für einen Teil seiner Computerprogramme senken. "Die Preise werden harmonisiert, für die Kunden wird es auf alle Fälle billiger", bestätigt Thomas Lutz, Sprecher von Microsoft Österreich, heute, Montag, Medienberichte in Deutschland. Grund für die Preisanpassung ist das Urteil des Deutschen Bundesgerichtshofes im "Unbundling-Prozess" vom Juli.

Der Richter befand, wenn die Software mit der Zustimmung des Herstellers einmal in den Handel gelangt sei, könne dieser den weiteren Vertrieb nicht mehr unter Berufung auf das Urheberrecht bestimmen. Der BGH kritisierte auch grundsätzlich den zweigliedrigen Vertrieb von MS-Software und forderte, dass auch die Endkunden in den Genuss verbilligter Software kommen sollten. Siehe pte-Meldung http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=000707021

Microsoft reagiert nun und will entsprechende OEM (Original Equipment Manufacturer)-Software auch lose verkaufen. Laut Lutz wird es den Fachhändlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz künftig erlaubt sein, die OEM-Software auch einzeln zu verkaufen. "Das Urteil in Deutschland betrifft automatisch auch Österreich und die Schweiz." Große OEM-Partner wie Compaq oder Dell seien wegen eigener Lizenzabkommen von dieser Regelung allerdings nicht betroffen. Die Entscheidung betrifft lediglich PCs, die von Anbietern nach Kundenwünschen spezifisch zusammengebaut und mit einer Software ausgeliefert werden, die im Handel bisher einzeln nicht zu haben war. Den Support übernahm der Händler, was nach Microsoft-Vorstellung nun auch bei der "losen Ware" der Fall sein soll.

Laut Richard Roy von Microsoft Deutschland will man die OEM-Versionen auch nicht gegen die eigenen Produkte antreten lassen. Roy im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung": "Dort, wo wir lose Ware anbieten, wird es kein buntes Paket mehr geben." Roy schätzt, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz jährlich rund eine Million PC kundenspezifisch konfiguriert werden. Siehe auch http://www.stuttgarter-zeitung.de/dc1/html/news-stz/20000828news030001.shtml Details der Preisanpassung will Microsoft in den nächsten Tagen veröffentlichen. (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Anita Staudacher
Tel.: 01 / 811 40 / 309
E-Mail: staudacher@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top